Definition
Borderline soll bis zu drei Prozent der Erwachsene in Deutschland betreffen. Frauen sind dreimal soviel betroffen als Männer. Borderline ist eine Persönlichkeitsstörung, die eine instabile und emotionale Persönlichkeitsstörung beschreibt. Borderline wird auch mit den Begriffen Grenzgänger und Grenzlinie umgangssprachlich umschrieben. Borderline-Syndrome wurden in der wissenschaftlichen Psychiatrie als Randerscheinungen im Grenzbereich der schizophrenen Erkrankungen beschrieben. Zum Erscheinungsbild gehören sehr unterschiedliche und wechselhafte Emotionen, Stimmungen und Verhaltensweisen, u.a.: Angstzustände, Selbstverletzende Verhaltensweisen, Depressionen, Essstörungen und viele andere Symptome. Starke Gefühlsimpulse und Reaktionen auf äußere Einflüsse können von den Erkrankten oft nicht reguliert werden.
Ursache
Es gibt unterschiedliche Ansatzpunkte in der Ursachenforschung. Drei Ursachen können unterschieden werden. Erstens Umweltfaktoren wie traumatisierende Erfahrungen in der Kindheit, sexueller und emotionaler Missbrauch, mangelnde elterliche Liebe und Zuneigung können genauso ursächliche Faktoren sein, wie Trennungs- und Scheidungsfälle in der Familie. Zweite Ursache ist ein übersteigertes Temperament (Konstitutioneller Faktor). Die Interaktion zwischen dem ersten und zweiten Punkt oder ein auslösendes traumatisierendes Ereignis wird als dritter Faktor beschreiben. Die Umweltfaktoren werden wiederum in drei Traumata unterschieden. (TypI-III). Erbliche Neigungen zu psychischen Störungen und biologische Fehlregulierungen können die Krankheit ebenfalls begünstigen.
Symptome
Die Symptome bei der Borderline-Krankheit können äußerst unterschiedlich sein und sind geprägt von wechselhaften Stimmungen und Emotionen. Einige Symptome sind: Angstzustände wie Trennungsangst, Selbsthass, Depressionen, gestörte Impulskontrolle, Aggression, extreme zwischenmenschliche Sensibilität, Essstörungen, Hysterien, Drogenkonsum, Realitätsverlust und andere Symptome.
Diagnose
Um eine mögliche Erkrankung zu diagnostizieren bedarf es eines ausführlichen Gespräches beim Psychotherapeuten. Da die Borderline-Erkrankung zahlreiche Symptome aufweist, ist eine genaue Klärung der Krankheitsgeschichte und Alltagssymptomatik für die Einschätzung von immenser Wichtigkeit.
Therapie
Die Psychotherapie muss in Absprache mit dem Arzt individuell, langfristig und systematisch angelegt sein. Einige Therapieformen sind: die Psychoanalyse, DBT-Dialektisch-behaviorale Therapie, Verhaltenstherapie, Gesprächstherapie, Tiefenpsychologische Therapie, autogenes Training, Ergotherapie oder Logotherapie. Oft werden Stimmungsstabilatoren und Anti-Depressiva im Rahmen der Therapie verschrieben.
Prävention
Ein Facharzt sollte auf jeden Fall aufgesucht werden, um einen langfristigen Therapieansatz zu finden.
