Definition
Unter Subduralblutungen versteht man Blutungen unterhalb der Hirnhaut. Größere Blutgerinnsel (Hämatom) bilden sich unterhalb der Schädeldecke. Oft sind es erworbene gewaltsame Ereignisse, die zu Venenrissen an der Hirnhaut (Dura mater) führen. Besonders ältere Menschen und Suchtkranke stürzen öfter auf die Schädeldecke, was zu Hirnblutungen führen kann.
Ursache
Wie beschrieben sind es oft Stürze, die zu den Schädelverletzungen führen. Venenrisse in der Innenseite der Dura mater führen zu den typischen vergrößerten Blutgerinnseln.
Symptome
Die Blutgerinnsel können sich über Wochen und Monate entwickeln und führen erst zu Symptomen, wenn sie durch ihre Größe Druck auf das Gehirn erzeugen. Akute Verwirrungsschübe, Kopfschmerzen, Benommenheiten, bis hin zu einseitigen Lähmungserscheinungen können auftreten.
Diagnose
Anhand der Krankheitsgechichte und den Symptomen kann eine erste Verdachtsdiagnose gestellt werden. Durch eine so genannte Angiografie (Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel) kann das Hämatom lokalisiert und diagnostiziert werden. Auch computertomografische Untersuchungsmethoden können durchgeführt werden.
Therapie
Innerhalb der operativen Therapie kann die Schädeldecke punktartig geöffnet werden und das Blutgerinnsel angesaugt werden. Das erkrankte Blutgefäß wird wieder hergestellt. Wird der Eingriff rechtzeitig durchgeführt sind die Heilungschancen sehr gut.
Prävention
Grundsätzlich sollten alle Stürze auf den Kopf, auch wenn keine Beschwerden vorliegen, vom Arzt untersucht werden, um mögliche Erkrankungen sehr früh zu therapieren.
