Förderung neuer Entwicklungen zum Linkverkauf
Wie viele sicher schon mitbekommen haben hat Google heute mal wieder versucht ein Zeichen zu setzen und viele große Seiten deutlich in ihrem Pagerank beschnitten. Betroffen waren ausschließlich Seiten die offen Links verkaufen und damit gegen die Google Webmaster-Richtlinien verstoßen. Meiner Meinung nach handelt es sich dabei um eine sehr kurssichtige Entscheidung mit der sich der Suchmaschinen-Gigant selbst ins Bein schneidet. Gerne möchte ich darlegen warum:
Betrachtet man die Entwicklungen der letzten Jahre so kann man das auftauchen immer neuer Rankingkriterien beobachten und wie sich deren Gewichtung im Laufe der Zeit verschoben hat. Fasst man diese zusammen gibt es aber eigentlich nur die drei Gruppen Onpage, Links und Traffic. Während Onpage-Faktoren vor Googles Einstieg in den Suchmaschinenmarkt entscheidend für das Ranking einer Webseite waren, so wurden während der letzten Jahre die Platzierungen zu einem großen Teil durch Links bestimmt. Die logische Konsequenz wäre es nun die umfangreichen Traffic-Statistiken, die Google in den letzten Jahren gesammelt hat, mit oder einfach deutlich stärker in das Ranking von Webseiten einfließen zu lassen da Onpage-Faktoren und Links nur noch bedingt verwertbar sind.
Die heutige Aktion passt für mich daher nicht so recht in oben beschriebenes Konzept und zeigt eigentlich, dass Links als Rankingkriterium für Google immer noch viel zu wichtig sind und man auf dieses Rankingkriterium bisher unmöglich verzichten kann. Genau dies ist aber ein riesiges Problem denn wenn Links weiterhin so wichtig sind, dann lässt sich mit ihnen auch noch eine Menge Geld verdienen. Google hat heute daher letztendlich nur den Startschuss für neue Entwicklungen gegeben und wird sich schon bald mit einer völlig neuen Art von Linkverkauf, Linktausch und automatisierter Verlinkung konfrontiert sehen deren Erkennung und Bewertung schwierig werden dürfte.
Bisher waren die meisten verkauften Links für mich auf den ersten Blick zu erkennen da sich diese meist in seperaten Blöcken befanden oder der Themenbezug von Quell zu Zielseite offensichtlich fehlte. Wie aber will man die Grenze ziehen wenn sich die Links plötzlich im Text befinden und der thematische Bezug von Quell und Zielseite selbst für einen Qualityrater nicht mehr von der Hand zu weisen ist und der Link eigentlich als echter Mehrwert gesehen werden muss? Sie halten dies für technische Zukunftsmusik? Ich nicht! Schon jetzt gibt es Systeme wie IntelliTXT von Vibrant-Media oder Text-Highlighting von Contaxe die mit entsprechenden Daten gefüttert exakt diese Verlinkung leisten können und auch Alinki verfügt bereits über ähnliche Automatismen (1) (2). Spätestens seit heute bin mir sicher das Google gerade von TLA oder Linklift schon bald mit identischen Systemen konfrontiert werden wird und diese dann schnell Einzug in Standardsoftware halten werden. Auch große Seiten dürften einiges an Geld in den Kauf oder die Entwicklung solcher Systeme stecken und letztendlich dürfte die Sache damit für Google schwieriger werden als bisher.
Aktualisiert am 24. Oktober 2007
Kategorie Allgemeines
