Atemnot

Atemnot oder Luftnot wird mit dem medizinischen Begriff "Dyspnoe" umschrieben. Man kann die Atemnot vereinfacht unterscheiden in Symptome, die sich bereits in Ruhe zeigen und einer Luftnot, die bei körperlichen Belastungen auftritt. Die Atemnot löst bei den betroffenen Menschen starke Beklemmungsgefühle aus und manche Betroffene haben panische Angst zu ersticken. Atemnot und Luftnot können sehr unterschiedliche Gründe haben. Nicht immer ist eine körperliche Krankheit die Ursache für die Luftnot. Viele Menschen hyperventilieren zum Beispiel, wenn belastende psychische Umstände eintreten. Angstzustände, in allen möglichen Alltagssituationen, können sich durch die Atemnot zeigen. Atemnot tritt auch bei Belastungen auf, die zum Beispiel durch die Höhe bedingt sind. Die Kurzatmigkeit durch Sauerstoffdefizite kann bei Bergsteigern auftreten, die eine bestimmte Höhe überschreiten und eine Höhenkrankheit erleiden. Der medizinische Begriff für Sauerstoffmangel, der zum Beispiel durch einen Schock ausgelöst werden kann, nennt man "Hypoxie". Der Sauerstoffmangel kann bei akuten Fällen wie beim Herzinfarkt oder dem Schlaganfall dazu führen, dass sich nachhaltige organische Schädigungen einstellen. Man setzt heute reinen Sauerstoff nicht nur bei akuten Notfällen ein, sondern auch zur Behandlung von Krankheiten wie spezifischen Kopfschmerzerkrankungen. Sauerstoff, der zur medizinischen Versorgung eingesetzt wird, unterliegt in Ländern wie Deutschland speziellen Vorschriften, da auch das Sauerstoffüberangebot in einer akuten Behandlung zu schweren Komplikationen führen kann. Es gibt zahlreiche Erkrankungen, die akut oder chronisch mit Atem- und Luftnot verbunden sind. Heute ist es vor allem das Rauchen, das zu nachhaltigen Schädigungen der Lungen führt und in vielen Fällen im Rauchertod endet. Entzündungen des Lungengewebes, auf Grund verschiedener Krankheiten, nennt man "Pneumonie".

Vor allem auch Infektionen mit Viren oder Bakterien können zu Lungenentzündungen führen. Man unterscheidet die Lungenentzündungen nach verschiedenen Faktoren, zum Beispiel dem Erreger. Grippeviren und andere spezifische Erreger von Infektionen können teils schwere Lungenkomplikationen auslösen. Viele der gefährlichen Infektionen, die auch zu charakteristischen Lungenschädigungen führen, sind heute über Schutzinfektionen weitgehend ausgestorben. Zu den Krankheiten, die typisch mit Atemnot verbunden sind, gehört das Asthma. "Asthma bronchiale" ist eine chronische Atemwegerkrankung, die über fünf Prozent der Deutschen betrifft. Generell unterscheidet man in allergische und nicht-allergische Formen von Asthma. Asthma zeigt sich in akuten Anfällen durch eine stark auftretende Luftnot, die vor allem das Ausatmen erschwert und für die Asthmatiker sehr bedrohlich ist. Man kann heute mit Medikamenten die schweren Anfälle, die lebensbedrohliche Formen annehmen können, recht gut behandeln. In akuten Notfällen kann man zum Beispiel über eine spezielle Sauerstoffzufuhr und Notfallmedikamente den Anfall versorgen. Atemnot kann auch Menschen betreffen, die zum Beispiel nur im Sitzen oder Stehen genügend Luft bekommen. Im Liegen tritt häufig Luftnot auf, da hier die Atemhilfsmuskulatur nicht zum Einsatz kommt. Krankheitsbilder in diesem Zusammenhang nennt man "Orthopnoe". Vor allem Menschen mit Herzschwäche haben häufig solche Probleme beim liegenden Atmen.

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