Bauchschmerzen

Bauchschmerzen können auf viele akute und chronische Krankheitsbilder hinweisen und gehören zu den typischen Schmerzen, die jeder Mensch im Lauf eines Lebens erfährt. Oft sind es vor allem Blähungen oder Verstopfungen, die zu den Schmerzen im Verdauungstrakt führen. Gasbildungen im Magen-Darm-Bereich werden unter den Begriffen "Flatulenz" oder "Meteorismus" geführt. Flatulenz beschreibt Gasbildungen durch den Verdauungsprozess im Magen oder Darm, die mit einem Entweichen der Darmgase verbunden sind und Bauchschmerzen auslösen. Der Begriff Meteorismus oder Blähsucht steht für starke Ansammlungen von Gasen im Verdauungsbereich, bei dem die Gase keinen Abgang erfahren. Die Ernährung und das Gewicht spielen bei der starken Gasbildung im Verdauungstrakt eine zentrale Rolle. Vor allem Menschen mit Übergewicht, die auch eine schwache Bauchmuskulatur haben und sich wenig bewegen, leiden unter Blähungen, die sich schmerzhaft zeigen. Starke Bauchschmerzen durch Gasansammlungen können auch auf chronische organische Erkrankungen hinweisen. Bauchschmerzen bei Säuglingen und Kleinkindern können ein Indiz für typische Krankheiten wie die Drei-Monatskolik sein. Viele Menschen leiden auch an Symptomen wie Verstopfungen, die man mit dem medizinischen Oberbegriff "Obstipation" definiert. Die Ursachen für Verstopfungen mit Bauchschmerzen sind oft in der falschen Ernährung zu suchen, die auch viel mit einem Mangel an Bewegung zu tun haben. Auch schädigen Alkohol, Nikotin oder Café den Magen und Darm. Viele Menschen vertragen auch bestimmte Lebensmittel nicht und bekommen Durchfall oder Verstopfungen. Bekannt sind zum Beispiel Unverträglichkeiten gegen Fruchtzucker (Fruktoseintoleranz) oder Milchzuckerunverträglichkeiten (Laktoseintoleranz). Häufig sind erblich-bedingte Enzymproduktionsstörungen die Ursache für die Unverträglichkeiten. Die Laktoseintoleranz ist weltweit vertreten, vor allem in Teilen Asiens haben Menschen eine Laktasemangel.

Es gibt eine Reihe von Darmerkrankungen, die unter dem Sammelbegriff "Reizdarmsyndrom" aufgeführt werden. Das Reizdarmsyndrom (RDS) geht mit spezifischen Bauchschmerzen und veränderten Stuhlgängen einher. Hier sind es vor allem mechanische Reize, die zu veränderten Wahrnehmungen bei der Verdauung führen. Es gibt eine Reihe von Faktoren, die zu Reizdarmsyndromen führen können. Vor allem auch Stress kann die Funktionsstörungen im Verdauungstrakt unterstützen, an der viele Deutsche klagen. Auch kann eine Magen-Darm-Grippe und andere Krankheiten zur Erkrankung zum Krankheitsbild führen. Bauchschmerzen als Symptom kann auch auf schwere Krankheiten hinweisen, zum Beispiel: Magengeschwüre, Bauchspeicheldrüsenentzündungen oder funktionelle Erkrankungen der Leber und Galle. Geschwüre sind vor allem auch im Bereich des Zwölffingerdarms häufig krankhaft vorhanden. Von den gefährlichen Geschwüren im Magen und dem Zwölffingerdarm sind vor allem Männer häufig gefährdet. Blinddarmentzündungen führen zu sehr starken Schmerzen im Bauchraum und können in akuten Fällen lebensbedrohliche Formen annehmen. Blinddarmentzündungen treten vor allem bei jungen Menschen häufig auf und müssen immer durch einen Arzt abgeklärt werden. Grundsätzlich gehören Bauchschmerzen heute zu den typischen Schmerzen, die immer mehr Menschen alltäglich zu schaffen machen. Über Blut- und Stuhluntersuchungen oder Magen-Darmspiegelungen kann man heute sehr effektiv die Krankheiten bestimmen und therapieren.

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