Durst

Durst ist eigentlich etwas völlig Normales. Bei krankhaftem Durst können allerdings einige Erkrankungen die Ursache für das Verhalten sein. Medizinisch nennt man das krankhaft, gesteigerte Durstverhalten "Polydipsie". Die krankhafte Urinausscheidung wird hingegen mit dem Begriff "Polyurie" umschrieben. Menschen können normalerweise bis zu vier Liter Flüssigkeit aufnehmen. Wird dieser Grenzwert überschritten, so kann man von einem krankhaften Durstverhalten ausgehen. Gefürchtet sind vor allem Komplikationen, die sich durch das Austrocknen ergeben können und zum Beispiel zu Herz-Kreislaufproblemen führen können. Menschen können zwar längere Zeit ohne Nahrung auskommen, die Toleranz gegen Flüssigkeitsdefizite ist allerdings weniger ausgeprägt. Der gesteigerte Durst, der befriedigt werden muss, kann trotz Flüssigkeitszufuhr dazu führen, dass sich nachhaltige Stoffwechselstörungen einstellen. Den Drang viel zu trinken haben Menschen häufig bei Infektionskrankheiten mit Viren oder Bakterien. Eine Normalisierung der Symptome zeigt sich nach dem Überstehen der Infektion. Es gibt chronische Krankheitsbilder, die auf das gesteigerte Durstgefühl symptomatisch schließen lassen. Bestimmte Formen von Diabetes können zum Beispiel das Symptom auslösen. Diabetes mellitus oder Diabetes insipidus können die Ursache sein. Die Leitsymptome bei Diabetes insipidus sind das gesteigerte Durstgefühl und die vermehrte Ausscheidung von Urin. Auch können Regulationsstörungen der Nebenschilddrüsen zum gesteigerten Trinkverhalten führen.

Es gibt darüber hinaus zahlreiche Faktoren, die zum krankhaft gesteigerten Durst führen können. Das Symptom zeigt sich zum Beispiel nach einem starken Alkoholkonsum oder auch bei einigen psychischen Erkrankungen. Auch können Nebenwirkungen von Medikamenten den gesteigerten Durst auslösen. Verbrennungen können das Symptom häufig auslösen. Das Symptom kann natürlich auch auf eine Schädigung der Nieren hinwiesen. Auch hormonelle Umstellungen können den Drang nach Flüssigkeitszufuhr unterstützen. Viele Menschen Schwitzen auch sehr stark und müssen den Flüssigkeits- und Salzverluste über die gesteigerte Zufuhr von Flüssigkeit decken. Starkes Schwitzen kann zum Beispiel durch Stress oder Übergewicht ausgelöst werden. Tritt das gesteigerte Durstgefühl ohne besondere Anlässe wie Infektionen auf, so sollte man die genaue Ursache beim Arzt untersuchen lassen. Durch Blut- und Urinproben kann man erste Tests durchführen, um die Grunderkrankung zu diagnostizieren.

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