Harnabflussstörungen

Harnabflussstörungen oder Harnstauungen können auf zahlreiche Erkrankungen der Nieren, der Harnleiter, der Blase oder der Harnröhre hinweisen. Ist ein Harnleiter davon betroffen, so kann zum Beispiel eine einseitige Nierenerkrankung vorliegen. Ist die Blase oder die endableitendende Harnröhre davon betroffen, so können auch beide Nieren geschädigt sein. Es gibt in diesem Zusammenhang eine Menge von medizinischen Begriffen, die mit Symptomen wie Harnabflussstörungen oder Beschwerden beim Wasserlassen einhergehen. Unter dem Begriff "Dysurie" versteht man allgemein Harnblasenentleerungsstörungen, die zum Beispiel mit brennenden Schmerzen beim Wasserlassen einhergehen können. Hier können Erkrankungen der Blase oder der Harnröhre ebenso die Ursachen sein, wie mögliche psychische Überbelastungen. Harnweginfekte, die sich evtl. durch Störungen beim Harnfluss äußern, werden häufig durch bakterielle Infektionen ausgelöst. Hier können zum Beispiel Bakterien durch den kürzeren Harnleiter bei Frauen zu Blasenentzündungen oder Nierenbeckenerkrankungen führen. Gefürchtet sind bei diesen bakteriellen Infektionen vor allem Komplikationen, die sich durch nachfolgende Blutvergiftungen einstellen können. Von den bakteriellen Infekten sind vor allem auch Menschen stärker betroffen, die ein geschwächtes Immunsystem haben. Man kann heute bei solchen Harnweginfektionen durch Antibiotika die Krankheiten gut behandeln.

Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen können bei Männern auf ein Prostataleiden hinweisen. Dieses Leiden muss nicht zwangsläufig bösartiger Natur sein. Es kann sich auch eine gutartig vergrößerte Prostata auf die Harnabflussstörungen und die Schmerzen beim Wasserlassen auswirken. Man sollte hier immer zur Abklärung des Prostataleidens einen Arzt aufsuchen. Harnabflussstörungen in diesem Krankheitsbild zeigen sich häufig auch mit Symptomen wie häufiges Wasserlassen oder auch Schmerzen an den Hoden oder dem Penis. Harnstauungen werden medizinisch mit "Obstruktive Uropathie" umschrieben. Hier können bestimmte Harnabflusshindernisse, zum Beispiel in der Harnröhre, die Ursache sein. Nierensteine, Harnleitersteine oder auch Tumore in der Niere oder der Blase können solche Hindernisse darstellen. Auch können neurologische Störungen sich auf Blasenentleerungsstörungen auswirken. Harnsteinerkrankungen werden in Ländern wie Deutschland in den letzten Jahren immer mehr diagnostiziert. Je nach dem, in welcher Region die Steine vorkommen, unterscheidet man zum Beispiel in Nierensteine, Blasensteine oder Harnleiter- und Harnröhrensteinen.

Betroffen von den Harnwegsteinen sind Männer mehr als Frauen. Vor allem die ungesunden Trink- und Ernährungsgewohnheiten führen immer mehr dazu, dass sich Steine in allen möglichen Größen bilden und teils scherzhafte Harntrakt-Funktionsstörungen auslösen. Im besten Fall können die kleinen Harnsteine durch das Wasserlassen entsorgt werden. Wenn nicht, und es sich größere Probleme bei Harnabflussstörungen zeigen, müssen die Steine operativ entfernt werden. Harnsteinbildungen können auch auf Stoffwechselstörungen hinweisen, die zum Beispiel auch bei Gicht bekannt sind. Harnabflussstörungen können auch auf angeborene Verengungen der Harnwege zurückzuführen sein. Bei Frauen können sich auch Tumorerkrankungen des Darms, der Gebärmutter oder Eierstöcke letztendlich auf die Harnabflussstörungen auswirken.

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