Lymphknotenschwellungen
Lymphknotenschwellungen können Symptom für zahlreiche Erkrankungen darstellen. Die Schwellungen der Lymphknoten können regional auftreten oder sich auch generell am ganzen Körper zeigen. Am Hals und unter den Achseln sind die Lymphknoten kleiner als in der Leistengegend und sind im Normalfall um die 0,5 cm dick. Man kann die Lymphknoten sehr gut ertasten und daran auch feststellen, dass sich eine Krankheit auf den Organismus auswirkt. Lymphknoten sind wichtiger Bestandteil unseres Immunsystems, dass sich täglich gegen viele Erreger zur Wehr setzten muss. Sind die Lymphknoten geschwollen, so ist dies ein Zeichen, dass sich unser Immunsystem einer Krankheit angenommen hat. Oft treten die Schwellungen der Lymphknoten bei viralen und bakteriellen Infektionen auf, was sich auch durch das Fieber zeigt, was die Abwehrreaktionen noch effizienter werden lässt. Fieber und Lymphknotenschwellungen sind eigentlich normale Abwehrprozessvorgänge, die aber im Einzelfall immer mit einem Arzt abgeklärt werden müssen, da es viele Infektionen mit Viren und Bakterien gibt, die durchaus zu schweren Komplikationen führen können und vor allem für Säuglinge, Kleinkinder, ältere Menschen oder Menschen mit einem schwachen Immunsystem gefährlich werden können. Der Arzt kann zum Beispiel durch Ultraschalluntersuchungen die aktivierten und geschwollenen Lymphknoten gut erkennen und anhand der ersten regionalen Beschwerden die Krankheiten einordnen. Oft sind es gerade die geschwollenen Lymphknoten, die einen Verdacht auf das betroffene Organ legen. Gutartige und bösartige Schwellungen von Lymphknoten sind meistens an der Festigkeit und der Verschiebbarkeit charakteristisch zu untersheiden.
Sind die geschwollenen Lymphknoten fest im Gewebe und sehr hart, so können auch Lymphknotenkrebserkrankungen vorliegen. Einen solchen bösartigen Tumor kennt man zum Beispiel im Krankheitsbild "Morbus Hodgkin". Die Lymphknoten sind dann geschwollen, ohne dass sich Schmerzen einstellen. Begleitende Symptome sind zum Beispiel Fieber, Nachtschweiß und eine stärkere Gewichtsabnahme. Ursächlich für die Krankheit ist häufig der sogenannte "Epstein-Barr-Virus", der das Pfeiffer-Drüsenfieber verursacht. Treten die Symptome auf und zeigen sich die Lymphknotenschwellungen in der charakteristischen festen Art, so sollte man immer eine weitreichende ärztliche Untersuchung durchführen. In den letzten Jahren sind Krebserkrankungen in diesen Organen zwar etwas rückläufiger, man sollte aber trotzdem die Lymphknoten mit in die Betrachtungen der Vorsorgeuntersuchungen einbinden. Eine recht unbekannte Form von Lymphknotenschwellungen bezieht sich auf die Kratzer von Katzen. Man spricht vom Krankheitsbild der "Katzenkratzkrankheit".
Die gutartige Infektionskrankheit mit Bakterien zeigt sich meistens an den Schwellugen der Lymphknoten am Hals und unter den Achseln sowie an den rötlich-bräunlichen Hautknötchen an der Kratz- und Bisswunde. Atypische Verläufe können mit Fieber und Gliederschmerzen einhergehen. Eine der gefürchteten bakteriellen Infektionen, die sich auch mit charakteristischen Lymphknotenschwellungen zeigt, ist der Milzbrand. Je nachdem, wo die Milzbrandinfektion übertragen wird und zuerst auftritt, unterteilt man in Haut-, Lungen- und Darmmilzbrand. In Europa kommt die Infektion mit dem Erreger "Bacillus anthracis", eher in südlichen Ländern Europas vor. Um eine Übertragung auf den Menschen zu verhindern werden infizierte Tiere wie Rinder oder Schweine, die den Erreger durch die Nahrung aufnehmen, bei Verdacht verbrannt. Die Übertragung von Mensch zu Mensch kommt in der Regel bei diesem Erreger nicht vor. Zeitnah eingesetzt können spezifische Antibiotika bei der Therapie eingesetzt werden. Lymphknotenschwellungen treten häufig bei Virusinfektionskrankheiten auf. Erkältungskrankheiten, Pfeiffersches Drüsenfieber oder auch Blutvergiftungen können ebenfalls ursächlich sein. Die Lymphknoten erstrecken sich über den ganzen Körper und sind oft im geschwollen Zustand leicht tastbar und lassen einen ersten Verdacht auf die erkrankten Organe zu.
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