Schwindel

Schwindel ist eines der Symptome, die viele Menschen in ärztliche Beratungen führen, da vor allem auch die möglichen Sturzfolgen, vor allem bei älteren Menschen, sehr gefürchtet sind. Man kennt verschieden Formen von Schwindel, zum Beispiel den Drehschwindel oder den Schwankschwindel. Unser Gleichgewicht und die verschiedenen Bewegungen sowie Reflexe werden über das Gleichgewichtsorgan in den Innenohren geregelt. Ringförmige Gefäße im Innenohr regeln zum Beispiel die Drehbewegungen. Das Zusammenspiel der Sinnesorgane, Augen und Gleichgewichtsorgan, so wie den Rezeptoren an den Muskeln und Gelenken ist sehr komplex und kann in vielfältiger Art gestört sein. Schwindel kennt man zum Beispiel als Symptom bei Innenohrinfektionen. Schwindel bei Innenohrentzündungen geht häufig mit akuten starken Ohrenschmerzen, Hörminderungen und oft auch mit einer unangenehmen Geräuschentwicklung einher. Erkrankungen der Gleichgewichtsorgane der Innenohre zeigen sich häufig auch durch Übelkeit, Herzrassen und kalten Schweißausbrüchen. Man kennt bei einer seltenen Form von familiärer Migräne auch einen Schwindel, der sich mit anderen Symptomen über Stunden halten kann. In der langanhaltenden Aura-Phase treten dann häufig auch Lähmungserscheinungen auf, die mit und ohne Kopfschmerzen sein können. Grundsätzlich unterscheidet man bei Schwindel in systemischer und unsystemischer Schwindel. Systemischer Schwindel bezieht sich auf Systemstörungen des Gleichgewichtsorgans. Hier kann zum Beispiel auch eine Mittelohrentzündung oder ein starker Schlag, das Gleichgewichtsorgan schädigen. Infektionen wie Masern mit Ohrenentzündungen können zum Beispiel bei Kindern den Schwindel auslösen und sollten immer von einem Arzt untersucht werden. Auch Hirnhautentzündungen können sich nachhaltig auf Gleichgewichtsfunktionsstörungen auswirken.

Unsystemischer Schwindel ist als Symptom einiger Krankheiten bekannt. Häufig taucht der Schwindel in Zusammenhang mit Durchblutungsstörungen des Gehirns, die Ursache für Schwindel sein. Zahlreiche Stoffwechselstörungen, die sich zum Beispiel durch eine Unterzuckerung äußern, können dazu führen, dass das Gleichgewicht verloren geht. Ähnliches kann zum Beispiel auch durch starke Blutverluste auftreten, was bei Frauen in der Menstruation auftreten kann. Auch können starke Verspannungen im Bereich des Nackens zu Durchblutungsstörungen führen, die sich auch in Schwindel zeigen.

Auch wenn viele Menschen es zuerst nicht vermuten, ist laut neueren Erhebungen der Schwindel ein häufiges Symptom für starke psychische Belastungen. Man spricht in diesem Zusammenhang von "phobischer Schwankschwindel". Zu den Symptomen bei phobischen Schwankschwindel gehören häufig: Atemnot, Gangstörungen, Schweißausbrüche oder eine völlige Leere im Kopf. Volkskrankheiten wie Depressionen oder Phobien können solche Schwindelanfälle begünstigen, ohne dass eine funktionelle Störung des Gleichgewichtsorgans auffällig ist. Hier können psychische Therapieangebote und Entspannungstherapien hilfreich sein. In schweren Fällen des Schwindels, der sich zum Beispiel mit Lähmungserscheinungen und Doppelbildern zeigt, sollte man umgehend einen Helfer oder Arzt verständigen, da hier auch Anzeichen für einen Schlaganfall sichtbar sein können. Die Zeit spielt bei der Versorgung von Schlaganfallpatienten eine zentrale Rolle.

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