Maulbeerbaum

MaulbeerbaumDer botanische Name des Maulberrbaums ist Morus und er gehört ebenso wie die Feigen zur Familie der Maulbeergewächse, auch Moraceae genannt. Seine Heimat sind die subtropischen Regionen auf der Nordhalbkugel. Er ist jedoch auch in gemäßigten Klima-Regionen zu finden, wobei er in Europa nur selten vor kam. Von den insgesamt zwölf verschiedenen Arten sind lediglich drei in Europa genauer bekannt. Das ist zum einen der weiße und der schwarze Maulbeerbaum, die beide aus Asien kommen und auch die Rote Maulbeere, die ursprünglich aus Nordamerika stammt. Die Römer verbreiteten jedoch die Maulbeerbäume in Europa, da sich die Früchte ideal zum Weinbau eigneten.

Der Maulbeerbaum ist im Sommer grün und verliert im Winter seine Blätter. Er kann eine Größe von sechs bis 15 Metern erreichen, wobei die Sträucher eine geringere Wuchshöhe haben. Ganz markant ist der weiße Milchsaft, der in den trieben und Blätter enthalten ist. Die Rinde ist grau bis braun und die Blattform erinnert an ein Herz. Dabei ist jedoch die äußere Kante leicht gezackt. Der Maulbeerbaum wächst selbst bei guten Bedingungen sehr langsam voran. Äußerlich ist er auch mit dem Mispelbaum zu verwechseln. Der Boden muss sehr tiefgründig sein und reich an Nährstoffen. Er liebt außerdem einen sonnigen Standort.

Wenn man den Maulbeerbaum pflanzen möchte, dann ist der Herbst der beste Zeitpunkt. Hier muss man eine große Grube ausheben, damit der große Wurzelballen genügend Platz hat. Brüchige Wurzeln dürfen nicht gekürzt werden. Im Frühjahr treibt der Baum dann neu aus und kann im Sommer den Garten mit seinen Früchten zieren. Diese sind den Brombeeren sehr ähnliche, doch man nennt sie Maulbeeren. Sie sind teilweise rötlich oder auch glänzend schwarz. Der Geschmack ist angenehm und kann je nach Reifegrad von säuerlich bis süß gehen. Ist die Ernte nur sehr mäßig gewesen, dann kann man den Maulbeerbaum zurückschneiden. Hierfür ist ein Schnitt ähnlich den Obstbäumen angebracht. Sie Seitenäste werden dabei nur auch wenige Augen gekürzt.

Die jungen Bäume können den Winter noch nicht gut überstehen. Deshalb sollte man sie entsprechen mit Stroh oder Reisig schützen. Nur dann kann er im Sommer und Herbst wieder eine Vielzahl an Früchten tragen. Die Früchte können dann weiter verarbeitet werden zu Saft, Wein, Gelee, Marmelade oder auch Tee. Vermehren kann man den Maulbeerbaum im Winter über Stecklinge. Diese werden einfach abgeschnitten und vorerst in ein Glas mit Wasser gestellt oder gleich in die Erde gepflanzt. Sie müssen unbedingt vor Kälte geschützt werden und sollten nur aus großen und gesunden Ästen entfernt werden, damit sie genügen Kraft zum wachsen haben. Das Holz des Baumes wird in Japan auch zur Herstellung von Papier verwendet. Auch Schnaps und Weinfässer entstehen aus dem Holz. Für den Garten bleibt der Maulbeerbaum jedoch eine Zierpflanze und kann mit seinen wohl-schmeckenden Früchten im Sommer ein wahres Highlight bieten.