Stromkosten senken durch Anbieterwechsel

Mit dem Einzug in die erste, eigene Wohnung kommt der erste Kontakt mit einem Stromanbieter. Die wenigsten Menschen wissen zu diesem Zeitpunkt über Tarife und Energiepreise Bescheid, so dass der Energievertrag beim örtlichen Anbieter geschlossen wird. Der Strom fließt und der Kunde ist zunächst zufrieden. Der Schreck kommt meist erst nach dem ersten Jahr, wenn eine hohe Nachzahlung fällig wird. Oft beginnt der Kunde dann alle möglichen Energiesparmaßnahmen zu versuchen. Doch Stromsparen fängt oft mit dem Wechsel des Anbieters an. Die lokalen Stromanbieter sind Besitzer der Zähleranlagen in den Häusern und mehr als 80 Prozent aller Neukunden greifen auch auf diesen Anbieter zurück. Oft ist Unwissenheit einer der Gründe warum noch kein Anbieterwechsel erfolgt ist.

Der Wechsel des Stromanbieters birgt für den Abnehmer kein Risiko und die Stromversorgung ist durchgehend gewährleistet. Viele Menschen haben Angst, dass es durch den Anbieterwechsel zu vorübergehendem Stromausfall kommt. Diese Sorge ist absolut unbegründet, da der Wechsel nahtlos erfolgt. Der erste Schritt ist ein Anbietervergleich im Internet. Mit speziellen Vergleichsrechnern lässt sich in sekundenschnelle der günstigste Anbieter bestimmen. Die Kontaktaufnahme zu diesem erfolgt meist über eine Telefonhotline. Entscheidet sich der Kunde für den Anbieterwechsel, übernimmt der neue Stromlieferant die Kündigung beim alten Versorger. Der Kunde bekommt den neuen Vertrag meist per Post übersand und schickt diesen ausgefüllt und unterzeichnet zurück. Da die günstigsten Anbieter meist überregional tätig sind, gibt es keine Filiale vor Ort. Der Kunde bekommt bei Vertragsannahme das Datum des Anbieterwechsels schriftlich mitgeteilt. Ab diesem Tag erfolgt die Abrechnung über den neuen Stromanbieter. Da lediglich die Abrechnung ab diesem Tag vom neuen Anbieter erfolgt, kommt es zu keinerlei Unterbrechungen bei der Stromzufuhr. Der einzige Unterschied für den Kunden ist im besten Fall die günstigere Rechnung. Eine weitere Angst von vielen Stromabnehmern liegt darin, dass der neue Anbieter Konkurs gehen könnte und die Stromzufuhr dann nicht mehr gewährleistet ist. Auch diese Sorge ist absolut unbegründet, da der regionale Anbieter in der Pflicht steht, dem Kunden Notstrom zu gewähren, wenn es zu einem Ausfall durch den anderen Anbieter kommt. Während der Zeit des Notstrombezugs hat der Verbraucher dann die Möglichkeit einen neuen Anbieter zu kontaktieren und einen Abnehmervertrag abzuschließen. Auch der Vertragsabschluss beim regionalen Anbieter ist theoretisch wieder möglich, jedoch ist die Stromrechnung dann auch wieder wesentlich höher.

Die Stromzähler in den Häusern sind vom regionalen Stromlieferanten dort eingebaut worden. Beim Anbieterwechsel werden die Zähler an den neuen Lieferanten zu einem günstigen Preis vermietet. Die Montage neuer Geräte ist somit nicht notwendig. Die anfallende, monatliche Miete wird dem Verbraucher in Rechnung gestellt. Die Gebühren hierfür sind jedoch so gering, dass dennoch eine Ersparnis durch den Anbieterwechsel möglich ist.