Hibiskus

Die genaue Herkunft des Hibiskus ist nicht zweifelsfrei überliefert, jedoch wird angenommen, dass die Pflanze ursprünglich in Südostasien, China und den polynesischen Inseln beheimatet war. Um 1730 führte man den Hibiskus nach Europa ein. Vor 100 Jahren begann man in Europa mit der Züchtung der Pflanzen. Der Hibiskus gilt in tropischen Ländern als häufigste Zierpflanze.

Hibiskus, wie wir ihn als Zimmerpflanze kennen, ist unter dem Namen Chinesischer Roseneibisch oder Zimmerhibiskus bekannt und zählt zu den etwa 250 Unterarten der Malvengewächse. In seiner Heimat Ostindien erreicht der Roseneibisch eine Höhe von bis zu 4,5 Metern. Der Mandeleibisch kommt ebenfalls in Ostindien vor, wird aber auch im Süden Spaniens gezüchtet. Das baumartige Gewächs besitzt große Blätter und Blüten, welche ihre Farbstellung von weiß bis dunkelrot verändern. Kenaf kann eine Höhe von 4 Metern erreichen. Die Hibiskusart besitzt rauhe Stengel und weich behaarte Blätter. Die weiß bis gelblichen Blüten entfalten ihre Schönheit nur einige Stunden. Cooperi ist eine seltene Hibiskusart mit kleinen roten Blüten und attraktiven weiß grünen Blättern. Die Schönheit und Farbenvielfalt des Hibiskus hat für eine weite Verbreitung der Pflanze gesorgt. Am geläufigsten in unseren Breiten ist der Chinesische Roseneibisch als Zimmerpflanze. In klimatisch günstigen Gebieten Mitteleuropas lässt sich der Straucheibisch im Freiland überwintern. Einziges im Südosten Europas heimisches Malvengewächs ist die Stundenblume, auch Gelber Hibiskus genannt. Vereinzelt ist sie auch in Deutschland an Wegrändern und Äckern zu finden.

Hibiskus lässt sich durch Stecklinge und Samen vermehren. Einen Steckling gewinnt man, indem man im Mai einen 10 Zentimeter großen Ast der Pflanze abschneidet. In den Boden eingebracht und mit einer Glasglocke versehen, zeigen sich binnen 2 Monaten die ersten Wurzeln. Die Vermehrung durch Samen verlangt die Übertragung des Blütenstaubes mittels Pinsel von Pflanze zu Pflanze. Hibiskus sollte im Frühjahr umgetopft werden. Ideal ist Einheitserde mit einem hohen Lehmanteil. Um die Blütenfülle des Hibiskus zu erhalten, sollte eine blühende Pflanze nicht bewegt werden. Hibiskus benötigt einen sonnigen, warmen Standort und viel Feuchtigkeit. Die Temperatur in der kalten Jahreszeit sollte 12-14 Grad betragen, um die Blütenbildung anzuregen.

Der Hibiskuspflanze wird eine antibakterielle und harntreibende Wirkung nachgesagt. Die in der Pflanze enthaltenen Antioxidantien wirken sich günstig auf das Herz- Kreislaufsystem aus und schützen die Gefäße. Getrocknete Hibiskusblüten sind als Malventee im Handel erhältlich. Der leicht säuerliche Tee eignet sich sehr gut als Durstlöscher. In größeren Mengen getrunken wirken die enthaltenen Fruchtsäuren auf sanftem Wege abführend. Ein Puder aus Hibiskusblüten soll sich positiv auf Haarprobleme auswirken. In Asien findet der Roseneibisch Verwendung bei der Schwarzfärbung von Haaren oder Schuhen. Hibiskus gilt als Nationalblume Malaysias und ist dort unter dem Namen Bunga Raya bekannt. Jedes der fünf Blütenblätter verkörpert eine Tugend. Junge Mädchen tragen die Blüten als Festschmuck und Symbol von Reichtum und sexueller Anziehungskraft. Die charakteristischen Hawaiblumen sind ein beliebtes Motiv auf leichter, bunter Sommerbekleidung.