Lilien

Lilien haben in vielen antiken und modernen Kulturen eine besondere Symbolkraft. Man kann Lilien allgemein mit Begriffen wie Reinheit, Unschuld oder Ehrlichkeit assoziieren. Gerade in der christlichen Religion steht die Zierpflanze für die göttliche Reinheit und Gnade. Fast alle göttlichen Führer oder Heilige tragen die Lilie als Blumensymbol. Diese Symbolik findet sich selbst in der griechischen Mythologie wieder. Die Lilie zählt zu den Edelblumen, die als Zuchtform auch in die deutschen Gärten früh Einzug hielt. In Europa werden die Edelblumen vor allem in den Niederlanden gezüchtet und haben dort eine lange Tradition in der Floristik. Auch im englischsprachigen Raum sind die Lilien eine begehrte Zuchtpflanze. Lilien sind auch bekannt als natürliches Mittel innerhalb der Pflanzenheilkunde. Vor allem bei physischen Spannungszuständen werden Lilienextrakte empfohlen. Die Haltung und Pflege von Lilien ist besonders wichtig, damit die Pflanze gedeiht. In Deutschland sind die Edelblumen besonders geschützt, durch die Bundesartenschutzverordnung. Lilien sind generell sehr empfindlich gegen Stauwasser im harten Boden. Obwohl die Lilien als Gartenpflanzen sehr robust sind, können einige Krankheitserreger, wie Pilze oder auch Insekten, den Liliengewächsen nachhaltig schaden zufügen. Das Lilienhänschen, ein verbreitete Käferart, ist einer der Hauptschädlinge für die Lilienkulturen.

Nach einer bestimmten Klassifizierung werden die Liliensorten nach Verwandtschaften und spezifischen Merkmalen eingestuft. Lilien gehören zu den mehrjährigen krautigen Pflanzen und ihre Lebensorgane überdauern in der Erde. Lilien überwintern als Zwiebeln im Erdreich und haben die natürliche Eigenschaft sich bei Bedarf tiefer in das Erdreich zu ziehen. Wenn die Lilien im Sommer blühen, kann man diese nach ihrer Blütenform einteilen, so gibt es trompeten- und schalenähnliche Blüten oder auch die typische Blütenformen eines Turbans. Lilien mögen vor allem leichteren, bedeckten und torfhaltigen Boden. In ihrem natürlichen Umfeld bevorzugen sie oft feuchten und schattigen Boden in Waldnähe, der nicht übersäuert ist. Je nach Art, können Liliengewächse bis zu drei Metern hoch wachsen und die Blüten entwickeln sich bis zu 20 Zentimeter. Eine Liliengattung, die besonders bei Bauern als Gartenpflanze traditionell Verwendung findet, ist die Königs-Lilie. Sie eignet sich hervorragend als Schnittblume und ist besonders robust und haltbar. Im Gegensatz zu anderen Lilienarten ist die Königs-Lilie toleranter gegenüber der Bodenbeschaffenheit und dem Wetter. Die Schwertlilie kann bis zu zwei Metern hoch wachsen und blüht von Juni bis Juli in weißer Blütenpracht. Um die geeignete Lilienart auszuwählen, sollte man sich fachkundig beraten lassen. Die verschiedenen Lilienarten haben sehr unterschiedliche Anbau- und Pflegebedürftnisse. Dies trifft auch auf die Oster-Lilie zu, die besonders viel verkauft wird. Von Mai bis Juli blüht die duftende Lilienart, die trompetenförmige Blüten hat. Die Oster-Lilie wird das ganze Jahr als Schnittblume gehandelt und wird zu rund 90 Prozent aus den Niederlanden importiert. Der Duft der Lilie wird auch in Parfüms verwendet.