Modellraketen

Der Modellraketenbau fasziniert viele Modellbauer und ist heute ein sehr umtriebiger Modellbaumarkt. Es gibt viele Modellraketensets, die sich für Einsteiger und Profis eignen. Für Einsteiger gibt es spezielle Startersets, zum Beispiel als flugfähige Fertigmodelle oder als leichte Raketenmodellbausätze. Die Raketen werden mit Startrampen, Kontrollgeräten und Fallschirmen angeboten. Natürlich gibt es auch umfangreiche Bauanleitungen zu den Startersets. Es werden im Modellraketenmarkt einfache bis sehr anspruchsvolle Modellraketenbausätze angeboten. Man braucht beim Modellraketenbau neben den Raketen, Treibsätze, Startrampen, Zündungsgeräte und Elektrozünder. Durch einen wattegeschützten Fallschirm wird die Landung meistens bewerkstelligt. Schutzwatten sind sehr wichtig, damit die Fallschirme nicht durch die Treibsätze beschädigt werden. Mittels Knopfdruck kann man die Raketen in sicherer Entfernung per Daumendruck mit einem Elektrozündgerät starten. Die Raketen werden durch die Treibsätze am Raketenende gestartet. Die Raketen können mit Feststoffmotoren ausgestattet sein oder auch als Wasserraketen oder Druckluftraketen angeboten werden. Es gibt zum Beispiel Packungen mit mehreren Minimotoren, die mit Elektrozünder und Elektrostopfen erhältlich sind. Es gibt hier bestimmte Standartmotoren, die für die Raketentypen erhältlich sind. Raketenmotoren bekommt man einzeln und als Komplettsets. Die Raketen mit Feststoffmotoren können je nach Ausführung mehrere hundert Meter hoch fliegen. Die Motoren können auch mehrmals in den Modellraketen gezündet werden, um einen höheren Schub zu erhalten. Die meisten Raketen verfügen über ein Bergungssystem, zum Beispiel in Form von Fallschirmen, so dass die Modellraketen sicher landen können. Manche Raketen sind auch so robust, dass sie nicht über ein spezielles Bergungssystem verfügen.

Es gibt im Markt zahlreiche originalgetreue Modellraketen, die als aufwendige Modelle nachgebaut werden können. Bekannte Modellraketen sind zum Beispiel Sojus, Ariane oder Apollo. Auch Trägerraketen oder Spionageflugzeuge werden als Modelle angeboten. Damit die Sicherheit gewährleistet ist, haben sich die Raketenmodellbauer einer Selbstverpflichtung verschrieben. Der Sicherheitskodex für Modellraketen sollte jedem Modellraketenflieger bekannt sein, bevor er die Modellraketen startet. Durch den Sicherheitskodex ist der Raketenmodellbau bisher ein sehr sicherer Modellbaumarkt. Wer sich über dieses Thema oder anderen Modellraketenflugthemen informieren möchte, findet zum Beispiel im deutschsprachigen Dachverband der Interessensgemeinschaft Modellraketen (IMR) zahlreiche Informationen. Hier kann man sich zum Beispiel über spezielle Veranstaltungen informieren, wo man den Raketenmodellbau praktisch kennenlernt. Modellraketen-Flugtage gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz in zahlreichen Regionen. Im Internet gibt es inzwischen große Themenportale, die sich mit dem Modellraketenbau fundiert auseinandersetzen. Man findet auch deutschsprachige Foren, wo man sich gezielt mit Gleichgesinnten austauschen kann.