Gründerzentren

Existenzgründungszentren können sehr unterschiedlich im Markt platziert sein. Man kann die Zentren grundsätzlich unterscheiden in gewerbliche Immobilienansiedelungen, die in erster Linie neue Existenzgründungsmieter unterstützen und Zentren, die sich ausschließlich mit Beratungsservices beschäftigen. Gewerbliche Existenzgründungszentren bieten für die Existenzgründer viele Vorteile. Meistens kann man kleinere Büroeinheiten mieten und bezahlt nur einen Teil der immobilen Infrastrukturen. Existenzgründer können so ihre Fixkosten gering halten. Bei vielen Immobilien, die auf Existenzgründer als Zielgruppe fokussiert sind, ist auch möglich für befristete Zeiten Büros anzumieten. Andere Vermarktungsmodelle von Existenzgründungszentren setzten auf Services, wie zum Beispiel die Bereitstellung der Bürokommunikation oder auch Hard- und Software-Services. Existenzgründungszentren verfügen oft über eine ansprechende räumliche Infrastruktur mit Foyers, Konferenzräumen oder Seminar- und Schulungsräumen. Gerade in den Großstädten gibt es solche Immobilienmodelle. Bei den Gründungszentren setzt man vor allem auch auf mögliche Synergien, die sich durch die Ansiedlung von Kleinstunternehmen ergeben können. Oft kooperieren die Gründungszentren mit spezialisierten Partnern, die den Existenzgründer in vielfältiger Weise beraten können. Existenzgründungszentren werden oft von der Kommune, dem Land oder anderen staatlichen Behörden subventioniert.

Gründungszentren in den unterschiedlichen deutschen Bundesländern können aber auch übergeordnet organisiert und vernetzt sein. Für alle Regionen ist die staatliche und private Wirtschaftsförderung ein wichtiges wirtschaftspolitisches Element. In allen Ländern gibt es auch so genannte Innovationsnetzwerke, die aus verschiedenen privaten und öffentlichen Einrichtungen bestehen und den Know-how-Transfer und die interaktive Kommunikation befördern sollen. Viel Existenzgründungsunternehmen, die sich auf innovative Produkte konzentrieren, profitieren von diesen speziellen Netzwerken. Gründungszentren kooperieren auch immer mehr mit ansässigen Hochschulen. Schon in der Hochschulzeit sollen potentielle Existenzgründer angesprochen und beraten werden. In vielen der Existenzgründungszentren werden themenspezifische Veranstaltungen und Seminare gehalten, um interessierte und niedergelassene Jungunternehmer professionell zu beraten. Existenzgründer können sich auch an private Beratungsunternehmen wenden. Sie bieten unter anderem Officeservices an oder beraten bei Existenzgründungen. Im Internet gibt es viele Seiten, die sich speziell auf das Thema Existenzgründung spezialisiert haben. Gerade auf den Gründungs-News-Internetseiten findet man aktuelle Informationen zu dem Thema und zahlreiche Links zu interessanten Partnern.