Sehenswürdigkeiten

Portugal hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten. Das Land ist vor allem für die Strände an der Algarve bekannt. Die Algarve ist die südlichste Region Portugals und ist bei Touristen vor allem bekannt durch die zahlreichen feinsandigen Strände am Atlantik. Die Region ist vor allem auch bei Golfern beliebt, die hier viele schöne Golfplätze finden, die teils bis an die Küste reichen. Das Hinterland hat vor allem schöne römische Villen zu bieten. Die größte Stadt und das administrative Zentrum der Algarve ist Faro. Bei Faro liegt der einzige internationale Flughafen, der vor allem Charterflüge abwickelt. Die Hafenstadt Faro war schon immer eine wichtige Handelsstadt im Süden Portugals. Die meisten Besucher, die in der Algarve Urlaub machen, kommen aus Spanien, Großbritannien oder Deutschland. Der Tourismus ist der wichtigste Wirtschaftsfaktor in der Region. Die Insel Madeira ist auch eine touristische Hochburg Portugals, wo früher vor allem wohlhabende Briten verkehrten. Madeira ist immer noch der Wohnort vieler reicher Europäer. Die Insel liegt etwa tausend Kilometer südwestlich von Lissabon im Atlantik. Die gesamte Insel hat Mittel- und Hochgebirgscharakter und ist vor allem für die Flora und Fauna bekannt. Durch den Tourismus hat sich Madeira in den letzten vierzig Jahren wirtschaftlich stark entwickelt. Bis in 1970er Jahre war die Insel recht arm. Madeira hat zwar noch den Ruf des Rentnerparadieses, setzt aber seit Jahren vor allem auf aktive Urlauber. Vor allem Wanderer sind auf der Insel in ihrem Element. Madeira ist für die Briten immer noch ein traditionelles Urlaubsziel. Der Hauptverkehrsknotenpunkt ist Santa Cruz im Osten der Insel. Hier liegt der Flughafen Madeira.

Auf dem Festland Portugals ist es im Süden sehr trocken und heiß, während es im Norden grüner und milder ist. Viele Sehenswürdigkeiten und portugiesische Lebensarten findet man in den Großstädten Lissabon und Porto. Lissabon ist die Hauptstadt Portugals und liegt an der Flussmündung des Tejo. Der Tejo mündet bei Lissabon in den Atlantik. Lissabon ist das gesellschaftliche, kulturelle, wirtschaftliche und politische Zentrum Portugals und hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten, wie das bekannteste Wahrzeichen Lissabons, den Torre de Belém, der UNESCO-Weltkulturerbe ist. Die Prachtstraße von Lissabon ist die Avenida da Liberdade, die die Unterstadt mit den nördlichen Vierteln verbindet. In Lissabon findet man zahlreiche Bars, Restaurants, Museen und Theater. Die traditionelle Musik in Lissabon ist der Fado, der vor allem von der verlorenen Liebe, der Sehnsucht und den sozialen Missständen thematisch geprägt ist. Lissabon ist auch eine sportverrückte Stadt, bei der vor allem der Fußball eine zentrale Rolle spielt. Heute leben rund eine halbe Million Menschen in der Hauptstadt Portugals, die sich immer mehr dem Tourismus verschrieben hat und zu den schönsten Städten auf der iberischen Halbinsel gehört.

In Nordportugal, an der Mündung des Duero in den Atlantik, liegt die Hafenstadt Porto. In der zweitgrößten Stadt Portugals leben rund 320.000 Einwohner. Porto hat eine sehr schöne Altstadt mit vielen historischen Bauten und ist vor allem auch für seine vielen Barrockkirchen bekannt. Die Altstadt ist als UNESCO-Weltkulturerbe eingetragen. Auf Grund der hohen Mieten in der Altstadt Ribeira leben viele Menschen an den Stadträndern Portos. Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören zum Beispiel die alte Eisenbahnbrücke, die Maria-Pia-Brücke von Gustave Eiffel, oder die Bogenbrücke über den Duero, die Ponte Dom Luís I. Die Brücke verbindet die Städte Porto und Vila Nova de Gaia. Vila Nova de Gaia ist bekannt als Zentrum der legendären Portweinproduktion Portugals. Es gibt in der Stadt mit 240.000 Einwohnern schöne Uferpromenaden mit vielen Cafés und Restaurants. Der Portwein in Porto und der Region ist das bekannteste Exportgut Portugals.

Eine sehr schöne Stadt in Portugal ist auch Évora. Die Stadt liegt in der Region Alentejo und hat ein historisches Zentrum, das Weltkulturerbe ist. Die Universitätsstadt hat rund 40.000 Einwohner. Die Geschichte der Stadt geht auf die römische Besatzungszeit zurück. Man findet in der Stadt und der Region zahlreiche Relikte aus römischen Zeiten. Zu den traditionsreichen Städten mit historischen Sehenswürdigkeiten gehört auch die Kleinstadt Tomar, rund hundert Kilometer nordöstlich von Lissabon. Das Christuskloster von Tomar ist ebenfalls Weltkulturererbe der UNESCO. Der Convento de Cristo (Christuskloster) wurde von den Tempelrittern im Jahr 1162 gegründet.