Regionen

Die Schweiz besteht aus 26 Kantonen. Alle Kantone sind mit einer eigenen Verfassung ausgestattet. Manchmal wird auch von 23 Kantonen gesprochen, da einige Kantone historisch gesehen als Halbkantone gezählt werden. Man kann die Schweiz in sieben Großregionen unterscheiden. Zu diesen gehören: die Nordwestschweiz, die Region Zürich, das Espace Mittelland, die Zentralschweiz, die Ostschweiz, die Region Genfersee und das Tessin. Insgesamt gibt es in der Schweiz vier Nationalsprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch, das im Kanton Graubünden gesprochen wird. Die Kantone haben die Kompetenz die Amtssprachen zu bestimmen. In der Verfassung sind Sprachvorschriften für die Regionen und Kantone nicht gefasst. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts hat sich die Einwohnerzahl in der Schweiz mehr als verdoppelt. Heute leben rund 7,7 Millionen Menschen in der Schweiz, die in den letzten Jahrzehnten faktisch ein Einwanderungsland geworden ist. Vor allem aus Deutschland, der Türkei und dem ehemaligen Jugoslawien sind viele Ausländer in die Schweiz gezogen. Die größten Städte in der Schweiz sind Zürich, Genf, Basel, Lausanne, Bern oder Winterthur. Bern ist das politische Zentrum der Schweiz, während Zürich vor allem als Finanzmetropole bekannt ist. Das bevölkerungsreichste Kanton ist Zürich mit rund 1,3 Millionen Einwohner. Das Kanton Zürich ist deckungsgleich mit der Region Zürich. Das Kanton ist auch wirtschaftlich die stärkste Region in der Schweiz und ist vor allem vom Finanzplatz Zürich geprägt. Zu den wohlhabenderen Regionen gehört auch die Nordwestschweiz mit der Metropole Basel. Basel ist das Wirtschaftszentrum für zahlreiche Pendler aus der Schweiz und Deutschland. Rund 50.000 Grenzgänger arbeiten in der Nordwestschweiz.

In der Ostschweiz ist das Wirtschaftszentrum St. Gallen. Vor allem das Gebiet am Bodensee ist ein großer Kulturraum im Osten des Landes. Zur Ostschweiz gehören Gebiete wie Schaffhausen, Graubünden oder Appenzell. Die Zentralschweiz umfasst sechs Kantone und zieht sich über die Alpen und Voralpen. Luzern ist das städtische Zentrum in der Schweizer Großregion. Die Zentralschweiz sieht sich als Wiege der Eidgenossenschaft und ist vor allem auch historisch durch den konfessionellen Gegensatz zur Restschweiz geprägt. Die Kantone sind von Katholiken geprägt, die ihre eigene Kultur und Lebensart in der Schweiz haben. Vor allem auch das Kanton Schwyz ist sehr konservativ geprägt. Die Nein-Sager in der Schweiz zu vielen sehr progressiven Politik- und Gesellschaftsthemen kommen vor allem auch aus der Großregion Zentralschweiz. Gerade auch die Nordwestschweiz und die Region Zürich sind liberaler geprägt. Die Großregion Espace Mittelland umfasst die Kantone Bern, Solothurn, Freiburg, Neuenburg und das Jura. Hier leben rund 1,7 Millionen Schweizer. Zentrum ist die Schweizer Hauptstadt Bern. In der Metropolregion Bern leben rund 670.000 Menschen.

Die Kantone Waadt, Wallis und Genf fallen in den Großraum Région Lémanique. Die größte Stadt Genf ist eine der Hochburgen der EU mit zahlreichen EU-Institutionen und Organisationen. In der französischsprachigen Metropole Genf leben rund 450.000 Menschen. Die Stadt ist sehr international und hat ihren multikulturellen Charme. Das Tessin ist die letzte der aufgeführten Großregionen mit dem Hauptort Bellinzona. In der italienischen Schweiz leben rund 330.000 Menschen. Das Tessin ist vor allem stark vom Tourismus geprägt und hat ein sehr mediterranes Klima mit italienischem Flair. Zweidrittel der Tessiner sind katholischen Glaubens und geschichtlich vor allem auch geprägt durch die Einwohner, die sehr hoch in den Bergen bis Mitte des 19. Jahrhunderts gelebt haben. Das Tessin hat eine eigenständige Lebenskultur und gehört landschaftlich zu den schönsten Regionen in der Schweiz.