Sonstige Sekten

Der Begriff Sekte wird heute umgangssprachlich für meist religiöse Gemeinschaften verwandt, die sich theologisch gesehen von größeren Religionsgemeinschaften abgespalten haben und sich als problematisch für die freiheitlich demokratische Grundordnung darstellen. Umgangssprachlich werden auch Gruppen oder Organisationen darunter verstanden, die eine Bewusstseinskontrolle über ihre Mitglieder erlangen wollen. Auf welche Art die Organisationen oder Gruppen ihre Mitglieder beeinflussen wollen ist sehr unterschiedlich. Bei religiösen Gruppen oder Organisationen spielt der Oberbegriff “Offenbarung” eine zentrale Rolle. Viele der selbsternannten Prediger und Propheten hatten Visionen, die einer neuen Auslegung der christlichen Geschichte bedurften. Man kann gerade über das Internet viele Informationen zu den Personen und Biografien bekommen, um sich ein erstes Bild über diese vermeidlichen Offenbarer zu machen. Oft verrät schon Biografie der Visionäre erste grenzhafte Sozialisationsproblematiken. Die Grundthemen Liebe, Geld und Macht spielen in vielen Organisationen eine zentrale Rolle. Wer keine Macht über sich abgeben will oder nicht bezahlt, der kann evtl. eine andere Art der Offenbarung zu spüren bekommen. Es gibt einige Merkmale, die Sektenexperten immer wieder aufführen, zu diesen Merkmalen gehören: die Führerpersönlichkeit, das Heilsversprechen, das Abgrenzungsverhalten gegenüber der Öffentlichkeit, der Gruppendruck, das Aufbauen von Feindbildern und immer öfter das Finanzieren der Gemeinschaften - auch über angeschlossene externe Firmen. Bei der Ansprache der Zielgruppen gibt es kein einheitliches Bild. Manche Gruppen suchen Menschen, die in schwierigen Lebenssituationen sind und Orientierung brauchen - andere setzen auf selbstbewusste Eliten, die schon aus wirtschaftlicher Sicht für die Sekten vorteilhaft sind.

Sekten, die zum Beispiel in Deutschland vom Verfassungsschutz observiert werden, sind in der Regel über das Internet klar zu identifizieren. Seriöse Berichterstattungen weißen auf diesen Umstand hin. Es ist immer sinnvoll mehrere Quellen zu studieren. Informationen über hochproblematische Gruppen bekommt man auf den Seiten der Verfassungsschutzbehörden. Viele Informationen zu den Sekten bekommt man vor allem bei den christlichen Volkskirchen und ihren Arbeitsgruppen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Informationen - weltanschaulich, religiös und politisch neutral - bekommt man zum Beispiel bei der AGPF - Aktion für Geistige und Psychische Freiheit Bundesverband Sekten- und Psychomarktberatung e.V. Die AGBF unterhält auch Beratungsstellen, die sie über die Webpräsenz kommuniziert. Wer sich für neue religiöse Gemeinschaften, Psycho-Gruppen oder satanische Gruppen interessiert findet im Internet auch viele Check-Listen. Sehr viele Informationen zu Themen, wie Esoterik, Psychoszene, Sektendefinition und manchen problematische religiösen Gruppen, bekommt man in Deutschland auf der Webseite der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen. Es gibt wichtige Ratschläge für Betroffene, die auch im Internet kommuniziert werden. Man sollte zum Beispiel beim Kontakt mit den Sekten sich genau informieren, alles dokumentieren, eine Beratungsstelle aufsuchen, sich niemals erpressen lassen und auch kein Geld geben. Auch die wichtigen Dokumente sollten immer im eigenen Besitz bleiben.