Wohnungsämter

Bürgerinnen und Bürger finden bei Wohnproblemen verschiedene Behörden in den Landkreisen und kreisfreien Städten, die fachliche Hilfe anbieten. Die Behörden können sehr unterschiedliche Namen haben, zum Beispiel Wohnungsamt oder Amt für Wohnungswesen. Teilweise sind auch die Ämter für Soziales zuständig, zum Beispiel gibt es Ämter für Soziales und Wohnen. Zu den Leistungen der Behörden gehört zum Beispiel die Vermittlung von Sozialwohnungen. Auch Beratungen zum Erhalt der Wohnung, Beratungen zum Schutz von Mietpreiserhöhungen, oder die Gewährung von Wohngeld gehören zu den Aufgaben. Vor allem soll die drohende Obdachlosigkeit verhindert werden. Die Vermittlung von Sozialwohnungen ist eine der Kernaufgaben der Wohnungsämter. So sollen Bürger, die nur ein geringes Einkommen haben, an Wohnungen kommen. Menschen, die nicht auf den freien Wohnungsmarkt an Wohnungen kommen, können eine günstige Wohnung über die Behörden vermittelt bekommen. Voraussetzung ist eine Einkommensgrenze, die von der Haushaltsgröße abhängig ist. Die zweckgebundenen Sozialwohnungen sind u.a. mietgebunden. Zur Beantragung von Sozialwohnungen muss man einige Dokumente vorlegen, unter anderem: den Personalausweis und den Reisepass, den Mietvertrag, formblattgebundene Einkommenserklärungen aus Angestelltenverhältnisse oder freiberuflicher Tätigkeit und andere Leistungsunterlagen wie Arbeitslosengeld oder Rentenbescheide. Auch die Vorlage von Heiratsurkunden, Mutterpässen oder Geburtsurkunden der Kinder können verlangt werden. Zuerst steht bei der Hilfe der Wohnungsämter die Prüfung zum Erhalt des Wohnraums im Vordergrund. Man kann zum Beispiel unter bestimmten Umständen Darlehen bekommen, um die Mietrückstände zu bezahlen. Auch wird die Kündigung oder die Räumungsklage überprüft.

Beratungen der Wohnungsämter sind kostenlos und beziehen sich auf alle Fragen von Mietwohnungen wie zum Beispiel dem Mietspiegel. Eventuell kann auch ein Mietzuschuss gewährt werden, der zuerst durch einen Antrag gestellt werden muss. Unter anderem muss man Unterlagen zum Bruttofamilieneinkommen oder Nachweise über die Miete einreichen. Auf Wohngeld besteht ein Rechtsanspruch, der seit Mitte der 1960er Jahre in den alten Bundesländern bezahlt wird. Bei der Vermittlung von Sozialwohnungen spielt auch der dringende Handlungsbedarf eine wichtige Rolle und die Zeit in dem der Wohnungssuchende in einer Stadt lebt. Informationen bekommt man auf den Ämtern auch zur Wohnungsbauförderung, die sich auf Familien ausrichtet, die nicht viel Geld haben, um Wohneigentum anzusparen. Im Jahr 2006 ist die frühere Eigenheimzulage abgeschafft worden. Durch eine staatlich subventionierte Bausparförderung können junge Familien an Wohneigentum kommen. Das Wohnungsamt kann ggfls. auch Wohnberechtigungsscheine ausstellen.