Tschechische Republik

Die Tschechische Republik erlangte im Jahr 1993 ihre Selbstständigkeit. Heute leben über 10 Millionen Menschen in der Tschechischen Republik. Im Jahr 2004 wurde Tschechien Mitglied der EU. Auf Grund der Stabilitätskriterien von Maastricht wurde der Euro bisher nicht eingeführt. Die Einführung des Euros soll im Jahr 2012 wahrscheinlich kommen und dann die Landeswährung der Tschechischen Krone ablösen. Seit dem Jahr 1999 ist die Tschechische Republik Mitglied der NATO. Die frühere Tschechoslowakei war vor dem 2. Weltkrieg eines der führenden Länder in der Welt in Bezug auf die Industriealisierung. Bis 1938 war das Land auch demokratisch geprägt. Seit dem Jahr 1993 sind die Tschechische Republik und die Slowakei zwei unabhängige Staaten: beide Mitglied der EU. Die Beziehungen zu Deutschland wurden im Jahr 1997 mit der Deutsch-Tschechischen Erklärung für die Zukunft definiert. Vor allem die Förderung der guten nachbarschaftlichen Beziehungen war ein zentraler Punkt der Erklärung. Das politische System der Tschechischen Republik besteht aus einem Zweikammerparlament mit Abgeordnetenhaus und Senat sowie dem Ministerpräsidenten, den Ministern und dem Präsidenten als Staatsoberhaupt, der vom Parlament gewählt wird. Das Parlament wird auf vier Jahre gewählt - das Staatsoberhaupt auf fünf Jahre. Für Parteien gilt eine Speerklausel von fünf Prozent zum Einzug ins Parlament. Der Ministerpräsident wird vom Präsident ernannt. Nach der Verwaltungsgliederung im Jahr 2000 gibt es Tschechien 14 Regionen. Traditionell unterscheidet man in die Länder Böhmen, Mähren und Tschechisch-Schlesien. Im Osten (Mähren) spielt traditionell die Eisen- und Stahlindustrie eine große Rolle. In Böhmen liegt die Hauptstadt Prag. Prag ist eine der schönsten europäischen Metropolen und hat heute rund 1,2 Millionen Einwohner. Die goldene Stadt gehört zu den wichtigsten Wirtschaftszentren in Tschechien und lebt vom verarbeitenden Gewerbe und vor allem auch vom Tourismus. Prag ist auch bekannt für seine umtriebige Filmindustrie. Die Stadt ist auch das kulturelle und politische Zentrum von Tschechien.

Zu den wichtigsten Wirtschaftsbereichen gehört in der Republik Tschechien die Fertigungsindustrie, insbesondere auch in der Automobil- und Maschinenbauindustrie. Die Arbeitslosenquote ist in Tschechien sehr unterschiedlich, je nach Regionen. International liegt die Tschechische Republik nach dem Bruttoinlandsprodukt auf Platz 35 (2009). Vor allem der Bereich des Dienstleistungssektors hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Rund vier Prozent der Arbeiter sind in der Landwirtschaft tätig. Das Land besteht zum Großteil aus Hügeln und Bergen, was viele touristische Aktivitäten wie Skifahren, Wandern oder Mountainbiking zulässt. Die touristisch wichtigste Stadt ist immer noch die Hauptstadt Prag. Bei den internationalen Touristen sind aber auch Städte wie Pilsen, Brünn oder die südböhmische Stadt Český Krumlov sehr beliebt. Eines der touristischen Ziele ist auch das Riesengebirge an der Grenze zwischen Polen und Tschechien. Vor allem in Mähren sind die bekannten Weinanbaugebiete des Landes. Das Land verfügt über eine gute Verkehrsinfrastruktur mit einem gut ausgebauten Autobahnnetz.