Terrorismus

Durch die Anschläge vom 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York hat der Kampf gegen den internationalen Terrorismus eine neue Dimension erreicht. Aus dem internationalen Kampf sind vor allem die Kriege im Irak und Afghanistan hervorgegangen, die bis heute scherzhafte Verluste fordern. Vor allem der Einsatz der deutschen Soldaten in Afghanistan zur Friedensicherung innerhalb des UN-Mandats steht im medialen Fokus. Der internationale Terrorismus ist heute ein globales Geschehen. Sowohl die Terrornetzwerke als auch die bekämpfenden Institutionen bauen auf transnationale Netzwerke. Durch die Anschläge in New York wurde allen Menschen bewusst, das Terroranschläge nicht nur in kleinerem Ausmaß stattfinden, sondern das es sich um eine neue Art von subtilen Krieg handelt, der seit dieser Zeit mit sehr vielen größeren Verlusten an Menschen verbunden ist. Die heutige Art des Terrorismus ist auch eine neue Form des Glaubenskriegs, den geistig verwirrte und gefährliche Anhänger praktizieren. Durch die Terroranschläge wurde auch öffentlich, dass die Terrornetzwerke sehr komplexe Organisationsstrukturen aufweisen, die man nur intelligent und vernetzt bekämpfen kann. Durch die Anschläge vom 11. September 2001 wurde zum ersten Mal auch ein massenhaftes mediales Live-Ereignis geschaffen, das die Terroristen gezielt zur Propaganda einsetzten.

Deutschland und andere Länder des Westens sind bisher weniger von den internationalen Terroranschlägen betroffen, wie zum Beispiel die USA, Großbritannien oder Spanien. Trotzdem herrscht in allen Ländern wie Deutschland eine überaus wachsame Stimmung. In vielen Ländern wurde neue Sicherheits- und Überwachungsgesetze geschaffen, die auch immer im Konflikt mit den bürgerlichen Rechten stehen. Die Wertabwägungen sorgen in vielen westlichen Ländern für öffentliche Diskussionen. Die Sicherheitslage in Deutschland wird jährlich in dem Verfassungsschutzbericht des Bundesministeriums des Inneren publiziert. Ein wichtiger Punkt ist die Sicherheitslage in Bezug auf die Bedrohung durch islamistischen Terror. Der Bericht geht zum Beispiel auf islamistisch-terroristische Bestrebungen und Verdachtsfälle ein, oder setzt sich mit den nachrichtendienstlichen Aktivitäten auseinander. Der islamistische Terror ist aber nicht die einzige Gefahr für die Sicherheit und Ordnung der Bundesrepublik. Der Verfassungsschutzbericht geht zum Beispiel auch auf den Rechtsextremismus oder auf den gewaltbereiten Strukturen der autonomen Linksszene ein. Politisch motivierte Straftaten sind in allen westlichen Ländern ein zunehmendes Problem. Der Verfassungsschutzbericht wird über das Bundesministerium des Inneren kommuniziert.