Frauenförderung

Die Gleichstellung der Frauen im Erwerbsleben ist in Deutschland bis heute noch nicht faktisch umgesetzt. Es gibt Grundziele bei der Gleichstellung der Frauen, vor allem im Erwerbsleben, die durch die höchste Behörde der Frauen, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) vorangebracht werden. Zu diesen Kernzielen gehört die gleiche Teilhabe von Frauen und Männern im Arbeitsmarkt, die Chancengleichheit bei der Karriere, auch für Mütter und Väter, oder der gleiche Lohn für gleichwertige Arbeiten. Auch soll ein gleichberechtigter Zugang für Frauen in Führungspositionen geschaffen werden. Das Bundesministerium hat hierzu verschiedene Fördermaßnahmen gestaltet. Die Fördermaßnahmen sollen auch helfen, Frauen in zukunftsfähigen Berufen zu qualifizieren. Ebenso sollen die Rückkehrmöglichkeiten nach der Erziehungspause verbessert werden. Das BMFSFJ hat zum Beispiel ein Aktionsprogramm für den Wiedereinstieg ins Leben gerufen. Das Aktionsprogramm wurde mit 30 Millionen Euro ausgestattet und arbeitet zusammen mit den Bundeagenturen für Arbeit. Hilfen und Informationen zu den Projekten bekommt man zum Beispiel über die Seiten des Bundesministeriums für Familie zum Grundthema Gleichstellung. Bundeweit werden derzeit 17 Modellprojekte durchgeführt. In den Modellen werden die Wiedereinstiegsprozesse der Frauen begleitet und die gegenseitigen Erwartungen zwischen Frauen und Arbeitgebern angeglichen. Für Frauen, die sich Selbstständig machen möchten, gibt es eine bundesweite Gründerinnenagentur (bga), die durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und den Bundesministerien für Wirtschaft und Bildung gefördert wird. Man erhofft sich durch die Förderungen einen noch höheren Beschäftigungseffekt.

Der Mega-Trend zur Selbstständigkeit ist in den letzten Jahren vor allem bei Frauen sehr ausgeprägt. Rund 30 Prozent der Selbstständigen sind in Deutschland Frauen. Umfangreiche Service-Angebote werden über die Internetseiten der Gründerinnenagentur angeboten. Ein zentrales Thema ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Neben den steuerlichen Aspekten werden vor allem bessere Kinderbetreuungsangebote initiiert. Verschiedene Initiativen werden durch das BMFSFJ unterstützt, zum Beispiel der Ausbau der Ganztagesschulen oder die Verbesserung der Tagesbetreuung für unter Dreijährige. Frauen haben heute im Erwerbsleben eine Quote von rund 50 Prozent. Eine zukunftsträchtige Berufsorientierung spielt eine zentrale Rolle. Deshalb gibt es einige Maßnahmen für Mädchen und junge Frauen, um die beruflich Orientierung zu unterstützen. Vor allem auch techniknahe Berufe sollen die Mädchen nähergebracht werden. Es gibt einen bundeweiten Girl’s-Day, der Mädchen-Zukunftstag. Der Girl’s-Day findet jeden 4. Donnerstag im April statt und hat in den letzten acht Jahren rund 800.000 Mädchen die Chance zur Berufsinformation gegeben. Auf der Girl’s-Day-Internetseite findet man viele Informationen zu dem Aktionstag wie eine Aktionslandkarte. Diese und andere Projekte kann man auf den Seiten des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend nachlesen. Auch die Arbeitsämter bieten zahlreiche Informationen an. In Behörden haben die gesetzlich vorgeschriebenen Gleichstellungsbeauftragten oder Frauenbeauftragten viele Informationen. Kommunale Frauenbeauftragte stehen den interessierten Mädchen und Frauen auch in den Städten und Gemeinden zur Verfügung.