Kinderrechte

Kinder und Jungendliche stehen weltweit unter einem besonderen Schutz. Diesen Schutz mit den verbundenen Rechten, garantiert die internationale Konvention “Convention on the Rights of the Child”, die es seit 1990 gibt. Einziges Industrieland, das bis zum heutigen Tag (2007) die Kinderrechtskonvention nicht unterschrieben hat, sind die USA. Vor allem unter dem Einfluss der konservativen Gruppen, mit den vielen nationalen Eigenheiten, hat das Industrieland mit der höchsten Kinderarmut, eigene Wege formuliert und sich unter anderem auf seine staatliche Souveränität berufen. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, die UNICEF, hat bestimmte Grundrechte in den letzten Jahren definiert, die im Kern dazu führen sollen, das Kinder sich generell Wohlfüllen sollen; in ihrer persönlichen Entwicklung und Bildung gefördert werden; als Gesellschaftsgruppe nicht diskriminiert werden und auch an gesellschaftlichen Entwicklungen beteiligt werden. Die zehn Grundrechte beinhalten unter anderem auch, dass die Kinder ein Recht auf Gesundheit haben; ein Recht Bildung wahrnehmen können und vor allem auch ein Recht auf Gewaltfreiheit haben - auch im familiären Umfeld. In vielen Entwicklungsländern ist vor allem das Recht auf sauberes Wasser und auf Ernährung von den Ländern umzusetzen. In der Realität verletzen viele der unterzeichnenden Länder die Rechte der Kinder nachhaltig. Auch in Deutschland werden Probleme, wie die zunehmende Kinderarmut immer latenter, so dass sich auch hier Konventionsverletzungen abzeichnen. Auch die Praktiken in der deutschen Abschiebehaft bei ausländischen Kindern sind in Bezug auf den Konventionsgedanken konfliktreich.

Seit dem Jahr 2007 gibt es in Deutschland das geänderte Kinder- und Jugendhilfegesetz, das im achten Sozialgesetzbuch verankert ist. Insbesondere Leistungen gegenüber Kindern und Jugendlichen sowie jüngeren Menschen und deren Familien werden definiert. Verantwortlich für die Zielgruppe und somit Träger der Jugendhilfe sind die Jugendlandesämter der Bundesländer. Die Hilfen können sich in vielen Bereichen darstellen, zum Beispiel bei der Betreuung durch Kindertagestätten, Hilfen bei der Erziehung und andere Familienhilfen oder auch in schweren Fällen, die sichere Unterbringung der Kinder und Jugendlichen und die Klärung von Vormundschaftsfragen. Dass die Hilfeleistungen heute wichtiger den je sind, zeigen die aktuellen Fälle von Kindesmisshandlungen in Deutschland. Auch in Österreich und der Schweiz ist man bemüht, die Rechte der Kinder und Jugendlichen weiter zu stärken und vor allem auch die staatliche Kontrolle in Missbrauchsfällen effektiver zu organisieren. Es gibt in allen deutschsprachigen Ländern verschiedene private institutionelle Einrichtungen, wie zum Beispiel Kinderhilfswerke, um die Lebenswirklichkeiten der Kinder zu verbessern und konkrete Hilfsangebote zu unterbreiten. Man findet im Internet zahlreiche Informations- und Beratungsangebote für Kinder, Jugendliche und Eltern, die vor allem die anonymen Interaktionsmöglichkeiten des Mediums nutzen, um den Menschen zu helfen. Viele Informationsangebote widmen sich auch den Themen Erziehung und Gewalt in Schulen und zu Hause.