Neurologen und Psyche

Früher wurden die Neurologie und die Psychiatrie als Nervenheilkunde-Disziplin zusammengefasst. In der heutigen Zeit haben sich beide Medizinfächer nebeneinander weiterentwickelt und es gibt heute auch Unterfachbereiche, wie die Neurophysiologie, die sich zum Beispiel nur mit den Nervensystemfunktionen befassen. Grundsätzlich können sowohl organische Erkrankungen und psychische Erkrankungen verschiedene Symptome auslösen. Aus diesem Grund können Neurologen auch bei psychischen Krankheitsbildern, die zum Beispiel Schmerzen auslösen, tätig werden. Spricht man von Nervenheilkuunde, so sind zumeist Fachärzte gemeint, die beide Disziplinen behandeln. Im Mittelpunkt der Neurologie und Psychiatrie steht die Betrachtungsweise des gesamten Menschen. Erkrankungen des zentralen oder peripheren Nervensystems können zu unterschiedliche Krankheitsbildern führen, wie zum Beispiel Hirnerkrankungen. Im Gegensatz zu der Neurologie beschäftigt sich die Psychiatrie und Psychotherapie mit der Behandlung von psychischen Krankheitsbildern oder psychosomatischen Erkrankungen. Die Neurologie und Psychiatrie waren schon immer eng miteinander verknüpft. Dies liegt in einer medizinischen Logik, da organische Erkrankungen, zum Beispiel des Gehirns, zu psychischen Symptomen führen können. Früher war die Neurologie der Inneren Medizin zugeordnet, die sich mit organischen Krankheiten befasst. In der jüngeren Geschichte haben sich in Deutschland unterschiedliche Berufsverbände organisiert, die Neurologen oder Nervenärzte repräsentieren. In Deutschland gibt es das Berufsbild des Facharztes für Psychiatrie und Neurologie, der seine Weiterbildungen in beiden Bereichen geleistet hat. In der Psychiatrie gibt es ebenso, wie in der Neurologie, weitere medizinische Bereiche, wie zum Beispiel der Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Es gibt eine Reihe von Krankheiten, die psychischer und neurologischer Natur sind und durch Fachärzte wie Neurologen und Psychiater behandelt werden. Zu den Krankheitsbildern bei Kindern gehört zum Beispiel ADHS, das neurobiologische Funktionsstörungen im Gehirn auslöst, die unter anderem zu Aufmerksamkeitsstörungen und Hyperaktivitäten bei Kindern führen. Zu den Krankheiten, die durch die Fachärzte für Psychiatrie und Neurologie behandelt werden, gehören auch Krankheitsbilder wie: Epilepsie, Migräne, Schlaganfall, Schwindel, Schädel-Hirn-Traumata, Depressionen, Burnout-Syndrom, Essstörungen oder Suchtproblematiken. Oftmals sind die Untersuchungen sehr komplex, da man unterschiedliche organische Grunderkrankungen, seelische Leiden und Beschwerden kombiniert diagnostizieren muss. Oft werden Patienten gezielt vom Hausarzt oder einem Arzt für Innere Medizin, an die Neurologen überwiesen, um vor allem die Funktionsausfälle des Nervensystems zu untersuchen. Genauso wie organische Schädigungen, psychische Symptome auslösen können - wirken sich auch psychische Störungen auf die Organerkrankungen aus. In der Chirurgie gibt es die Neurochirurgie, die sich mit speziellen Operationen am zentralen und peripheren Nervensystem beschäftigt.

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