Wasserrettung

Die Wasserrettung, oder genauer der Wasserrettungsdienst, wird in Deutschland vor allem durch Hilfsorganisationen bewerkstelligt. Drei große Organisationen sind hier vor allem tätig: die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG); das Deutsche Rote Kreuz mit der Wasserwacht; oder der Arbeiter Samariter-Bund (ASB). An den Küsten der Nord- und Ostsee, Badegewässern, Flüssen und Schwimmbädern ist die DLRG tätig. Die gemeinnützige Wasserrettungsorganisation wurde im Jahr 1913 in Leipzig gegründet. Die DLRG ist die weltweit größte Wasserrettungsorganisation mit rund einer Million Mitgliedern. Die Organisation ist auch die führende Wasserrettungsorganisation bei der Schwimm- und Rettungsschwimmerausbildung. Rund 47.000 Mitglieder der DLRG sind jährlich im Wasserrettungsdienst tätig. Die Bundesgeschäftsstelle ist in Bad-Nenndorf. Die DRK-Wasserwacht betreibt rund 1.200 Rettungsstationen an Flüssen, Seen und Bäder in Deutschland. Die Gemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes hat rund 130.000 Mitglieder, die unentgeltlich und ehrenamtlich in der Wasserwacht tätig sind. Neben dem Wasserrettungsdienst bildet die DRK-Wasserwacht auch geeignete Einsatzkräfte aus oder wirkt zum Beispiel auch bei der Bekämpfung von Schadensereignissen mit. Auch die Suche und die Bergung von Ertrunkenen gehört zum Aufgabengebiet der DRK-Wasserwacht. Die DRK-Wasserwacht führt ein Großteil der Wasserrettungseinsätze mit ihren Schnelleinsatzgruppen in Deutschland durch.

Zu den drei großen Organisationen in der Wasserrettung gehört auch der Wasserrettungsdienst des Arbeiter Samariter-Bundes (ASB). Schon seit dem Jahr 1900 ist der ASB in der Wasserrettung tätig. Die einzige private Organisation in der Seenotrettung an den deutschen Nord- und Ostseeküsten ist die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Die gemeinnützige Seenotrettungsorganisation finanziert sich nur über Spenden. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger hat heute eine Flotte von 61 Seenotrettungskreuzern an verschiedenen Standorten. Die Flotte reicht von Seenotrettungskreuzern der 46-Meter-Klasse bis zu Seenotrettungsbooten von 6,8 Metern. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist an rund 54 Standorten an den deutschen Küsten vertreten. Auf Grund der neuen Anforderungen stellt die DGzRS bis ins Jahr 2011 sechs modernste Seenotkreuzer der 20-Meter-Klasse in Betrieb. Vor allem haben die Kreuzer einen geringen Tiefgang und können besser im Wattenmeer eingesetzt werden oder in Regionen mit flachen Wasserabschnitten. In Deutschland gibt es zur Wasserrettung auch den Freiwilligen Seenot-Dienst (FSD). Hier haben sich Freizeitskipper auf bayrischen Seen zusammengeschlossen und führen den Wasserrettungsdienst durch. Derzeit ist er FSD mit 60 Rettungsbooten auf bayrischen Seen unterwegs.

Am Wasserrettungsdienst in Deutschland beteiligen sich auch die Feuerwehren. Mit Search and Rescue (SAR) ist in Deutschland die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger betraut. SAR ist ein internationaler Such- und Rettungsdienst für die Luft- und Seenotrettung. Alle Staaten, die in der Internationalen Zivil-Luftfahrt Organisation der Vereinten Nationen vertreten sind, müssen SAR durch nationale Institutionen oder Organisationen bewerkstelligen. Die Koordination bei Seenotrettungen im Rahmen von SAR, oder begründet durch die Mitgliedschaft in der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO), übernimmt die Küstenfunkstelle der DGzRS in Bremen (Bremen Rescue Radio). Bremen Rescue Radio überwacht die UKW-Seenotkanäle 16 und 70.

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