Farbenblindheit

Von den Farbfehlsichtigkeiten sind viele Menschen betroffen, vor allem Männer leiden zu fast neun Prozent an den Sinnesstörungen. Farbfehlsichtigkeiten führen vor allem auch bei Kindern zu Problemen, da Kinder viel über Farben lernen und sich orientieren. Vor allem auch im Straßenverkehr sind die Kinder von den Farbfehlsichtigkeiten betroffen. Man unterscheidet in Farbblindheiten, bei denen die Betroffenen zum Beispiel nur noch in Schwarz-Weiß sehen und viele der Sinneseindrücke in Graustufen verarbeiten - und Farbfehlsichtigkeiten, die Bilder ohne eine bestimmte Farbe wie Grün oder Rot zeigen. Bei der totalen Farbenblindheit, die durch erbliche Faktoren die Netzhautstörungen auslösen (Achromatopsie) können bei den Betroffenen Sehschärfendefizite auftreten. Die Betroffenen sind sehr empfindlich gegen Tageslicht. Farbenblindheit muss nicht zwangsläufig mit den Sinnesorganschädigungen zu tun haben, vielmehr sind es oft Krankheiten wie Schlaganfälle oder Hirn-Traumata, die zu Sinneswahrnehmungsstörungen beitragen. Beim Menschen sorgen Farbrezeptoren in der Netzhaut für die Farblichtinformationen. Diese Zapfen bereiten die Farben Rot, Grün und Blau speziell auf. Sind diese Zäpfchen geschädigt, so können verschiedene Formen von Farbblindheiten entstehen. Sind nur noch zwei Zäpfchen normal funktionierend, so kann es zu: Rotblindheit, Grünblindheit oder Blaublindheit kommen. Die Zapfen sind nach bestimmten Typen untergliedert, die lange, mittlere und kürzere Wellenlängen des Lichts zur Sinneswahrnehmung aufbereiten.

Bei der Diagnose der erblichen Farbblindheiten setzt man zum Beispiel auf eine speziellen Verfahren, dass sich Elektroretinogramm nennt und die Funktionsweisen der Netzhaut überprüfen kann, insbesondere kann man so die Funktion der Zäpfchen testen. Man kann bei der seltenen Erbkrankheit Achromatopsie auch spezielle Blutanalysen durchführen, um eventuelle Genmutationen zu erforschen, die für die angeborene Farbblindheiten verantwortlich sind. Bei der Farbfehlsichtigkeit gibt es Diagnoseverfahren, wie Ishihara- und Farnsworth-Tests, die eingesetzt werden können. Bei der Therapie von Achromatopsie kann keine ursächliche Heilung erfolgen, hier kann man allerdings Therapien durchführen, die zum Beispiel die Lichtüberempfindlichkeiten und die Sehschärfendefizite lindern. Man versucht auch über spezielle elektronische Farberkennungsgeräte den Betroffenen zu helfen. Bei der Behandlung von Farbfehlsichtigkeiten gibt es bisher keine standardisierte Therapie. Es gibt aber immer wieder neue Forschungen, die sich mit der Farbfehlsichtigkeit und den zukünftigen Therapiemöglichkeiten auseinandersetzen. Man findet zu diesem Themenkomplex oft irritierende Begriffsverwendungen, so dass man gezielt nach den Begriffen suchen sollte und sich nicht dem Übergriff “Farbblindheit” undifferenziert annähern sollte.

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