Lymphödem

Lymphödeme sind sichtbare und tastbare Verdickungen, die zum Beispiel durch Störungen des Lymphflusses zu Flüssigkeitsansammlungen im Lymphgewebe führen können. Der Begriff wird als Symptom verwendet, was unterschiedliche Krankheitsursachen haben kann. Man unterscheidet in primäre Krankheitsbilder, die zum Beispiel Behinderungen der Abflusskanäle der Lymphwege darstellen können - und den sekundären Formen, die auf verschiedene Grunderkrankungen zurückzuführen sind. Zu den primären Krankheitsbildern gehören zum Beispiel angeborene Schädigungen des Lymphgewebes oder krankhafte Erweiterungen der Lymphgefäße. Auch spezifische Entwicklungsstörungen können die Lymphödeme auslösen. Man kann auch unterscheiden in chronische Verlaufsformen und akuten Symptome, die sich durch die Lymphödeme zeigen. Sekundäre Formen können zum Beispiel bei Unfällen auftreten, bei denen die Lymphgefäße mechanisch geschädigt worden sind. Auch können Operationen an den Lymphknoten; Lymphgewebeentzündungen und Infektionen ursächlich für die Lymphödeme sein. Man unterscheidet auch in verschiedenen Stadien, die von leichten Flüssigkeitsansammlungen bis zu schweren Formen: bei denen sich zum Beispiel Bindegewebe neu gebildet haben, was u.a. zu starken Durchblutungsstörungen führt. Oft ist das Lymphödem dann in größeren Umfang vorhanden und die Schwellung lässt sich dann auch nicht mehr eindrücken. Zur Bestimmung der Lymphwege und -knoten, kann man bestimmte Strahlendiagnostikverfahren durchführen, die man zum Beispiel unter dem Begriff “Lymphografie” findet.

Bei der Therapie setzt man auf bestimmte komplexe Verfahren, die sich als eine ganzheitliche physikalische Entstauungstherapie darstellt. Man setzt hier zum Beispiel auf bestimmte manuelle Lymphdrainage; auf Kompressionsbandagen und auf spezielle Krankengymnastikanwendungen sowie dem Schutz der Haut vor spezifischen bakteriellen Infektionen, die in diesem Fall auftreten können. Zu den Alternativen gehören zum Beispiel spezielle Arzneimittel, die vor allem entwässernd wirken, allerdings wegen den Nebenwirkungen nur seltener zum Einsatz kommen. Man erforscht heute auch neue Therapieerfahren wie Transplantationen oder forscht nach Medikamenten, die effektiver und schonender wirken. In manchen Fällen, zum Beispiel nach der Behandlung von chronischem Lymphödemen, können auch operative Nachbehandlungen in Form von plastisch-chirurgischen Operationen stattfinden. Hier finden die Operationen in Zusammenhang mit einem ganzheitlichen Therapieansatz statt. Man schätzt, dass über vier Millionen Menschen in Deutschland an chronischen Lymphödemen leiden. Im Mittelpunkt der Behandlungen steht vor allem die Lebensqualitätssteigerung bei Menschen, die häufig an unheilbaren Formen erkrankt sind.

Wichtige Hinweise

Informationen aus diesem Portal sollten Sie niemals als alleinige Quelle für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwenden! Bei gesundheitlichen Beschwerden fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker! Nehmen Sie niemals Medikamente oder auch Heilkräuter ohne Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein!

Die Artikel dieses Portals werden zum großen Teil von registrierten Benutzern bereitgestellt und viele Benutzer arbeiten ständig an der Verbesserung, dennoch können Beiträge falsch sein und möglicherweise sogar gesundheitsgefährdende Empfehlungen enthalten.