Leukämie

Blutbildende Zellen werden im Knochenmark gebildet, dies betrifft die weißen und roten Blutkörperchen und die Blutplättchen. Durch bestimmte Störungen in den Kontrollgenen der weißen Blutkörperchen werden diese als unreife und somit funktionsunfähige Blutkörperchen ins Blut gestreut. Die bösartigen weißen Blutkörperchen haben die Eigenschaft, dass sie sich sehr schnell vermehren und auch die anderen gesunden Blutkörperchen und Blutplättchen “verdrängen”. Dies führt zu der typischen Blutarmut, die man auch Anämie nennt. Man unterscheidet in zwei Leukämiearten, die in akuten und chronischen Formen auftreten können. Wenn die normale Blutbildung dadurch nachhaltig gestört wird, kann dies zu unterschiedlichen Erkrankungen und Symptomen führen. Es gibt verschiedene erforschte und verdächtige Ursachen, die für Leukämie verantwortlich sein können. Es kann sich hier um genetische Defekte handeln, die generell nicht vererbbar sind. Bekannt sind die Zusammenhänge mit Chromosomenanomalien, des sogenannten Philadelphia-Chromosoms, das bei Patienten mit der chronisch myeloischer Leukämie (CML) auftritt. Andere Ursachen können Schädigungen durch Röntgen- und radioaktiven Strahlungen sein oder auch ursächlich auftreten bei verschiedenen Chemikalien. Es gibt auch allgemeine Risikofaktoren, zu denen das Rauchen oder auch der Elektrosmog gezählt werden. Auch Immunsystemdefekte können die Leukämie befördern. Umstritten sind die Infektionen, die zu der Blutkrebserkrankung führen können.

Bei Verdacht auf Leukämie werden umfangreiche diagnostische Untersuchungen eingeleitet, zu diesen gehören Blutbildanalysen, die Knochenmarkbiopsie und natürlich körperliche Untersuchungen. Findet man zum Beispiel bei der Knochenmarkbiopsie eine hohe Zahl unreifer weißer Blutkörperchen, so kann die Diagnose Leukämie gestellt werden. Bei der Behandlung von Leukämie wird vor allem die Chemotherapie eingesetzt, die durch sogenannte Zytostatika, das Wachstum und die Vermehrung von bösartigen Zellen hemmt. Die Medikamente sind vor allem gegen die bösartigen Zellen gedacht, greifen aber auch die gesunden Zellen und das Gewebe an, was zu Nebenwirkungen wie Haarausfall, Übelkeit oder auch eine erhöhte Infektionsgefahr führen kann. Die Behandlung muss ständig kontrolliert werden.

Je nach Art der akuten oder chronischen Leukämie können flankierende individuelle Behandlungen, wie Knochenmarstransplantationen oder eine Strahlentherapie sinnvoll sein. Sowohl der Verlauf als auch die Heilungsprognosen sind in den unterschiedlichen Formen der Leukämie sehr differenziert zu sehen. Oft schließt sich an die akute Behandlung eine langfristige Nachbehandlung an. Man findet zu der Blutkrebsart viele nützliche und informative Beiträge in den gemeinnützigen Organisationen, zum Beispiel in Deutschland bei der Deutschen Krebsgesellschaft in Berlin. Auch auf den medizinischen Themenseiten und den Seiten der Fachkliniken findet man viele Informationen, vor allem auch zur Vorsorge gegen Krebserkrankungen.

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