Läuse

Es gibt verschiedene Menschenläuse, die vom Blut ihrer Wirte leben und sich besonders in bestimmten Regionen des Körpers aufhalten. Kinder bekommen oft Kopfläuse, die beim direkten Kontakt mit den Köpfen auf den neuen Wirt springen können. Sie können auch auf die anderen Köpfe übersiedeln, wenn die Kinder zum Beispiel in der Schule die Kopfbedeckungen vertauschen. Kopflausbefall hat nicht mit mangelnder Körperhygiene zu tun, vielmehr lieben die “Pediculus humanus capitis” saubere Umgebungen. Milzläuse kommen dagegen bei Kindern seltener vor. Da die Kopfläuse nur springen können, muss ein direkter Kontakt stattfinden. Die Übertragung kann auch durch Objekte wie Kämme oder Handtücher erfolgen. Die Kopfläuse siedeln vor allem da an, wo sie sich mit ihren Krallen gut festhalten können und die Haut recht dünn ist. Hier entnehmen sie von ihrem Wirt rund dreimal am Tag Blut. Ihre Eiergelage (Nissen) legen die Kopfläuse an der behaarten Kopfhaut. Ein klebriges Sekret hält die Eier an ihren Standorten. Da die Haare weiter wachsen, entfernen sich die Nissen mit der Zeit von der Kopfhaut, daran kann man erkennen, dass sich die Lauskulturen schon länger in der Region angesiedelt haben. Die Läuse sind je nach Geschlecht zwischen einem und drei Millimeter groß und können transparent-gräulich bis rötlich sein, wenn sie sich mit Blut versorgt haben. Oft merken die Kinder die Kopfläuse ihre recht schmerfreien Stiche nicht. Erst wenn der Juckreiz hinzukommt , erkennt man den Lausbefall. Das sich die Läuse oft nahe der Kopfhaut aufhalten hat damit zu tun, dass sich Läuse bei bestimmten Temperaturen, um 22-28 Grad am besten Fortplatzen, desto kälter die Region ist, desto mehr werden die Läuse in ihrer Entwicklung gehemmt. Bei etwas über zehn Grad legen weibliche Läuse keine Eier mehr. Die weiblichen Läuse werden um die 30 Tage alt, die Männchen leben ungefähr die Hälfte.

Bei der Bekämpfung der Läuse und ihren Nissen kann man mechanische und chemische Therapien durchführen - zum Beispiel einen Nissenkamm einsetzen, um die Läuse und Nissen heraus zu kämmen. Man legt die Haare über ein weißes Blatt, damit man die Läuse besser erkennen kann. Es gibt auch bestimme Shampoos oder Gels, die besondere Wirkstoffe gegen die Parasiten haben. Oft muss die Behandlung nach ein paar Tagen wiederholt werden, da die Nissen nicht effektiv genug bekämpft worden sind. Wichtig bei der Behandlung ist, dass man sich penibel an die Anwendungsvorschriften hält und besser einen Kinderarzt konsultiert. Die Behandlung sollte auch deshalb von einem Arzt begleitet werden, da Läuse gegen bestimmte Lausgifte inzwischen resistent sind, so dass man die gesamte Prozedur vergeblich durchgeführt hat. Es gibt auch andere Methoden die Läuse und Nissen zu Bekämpfen, so kann man zum Beispiel ein spezielles Warmluftgerät kaufen, das die Kulturen weitgehend insektizidfrei abtötet. Man kann sich in der Apotheke über die einzelnen freiverkäuflichen Präparate und Methoden qualifiziert informieren. Der Einsatz von chemischen Mitteln, zum Beispiel bei Kleinkindern, sollte immer mit einem Kinderarzt abgesprochen werden, da auch Allergien auftauchen können. Man findet im Internet zahlreiche qualifizierte Informationen über die Kopfläuse, Nissen und Behandlungsmethoden.

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