Clusterkopfschmerz

Clusterkopfschmerzen gehören zu den schlimmsten Schmerzen, die ein Mensch blitzartig bekommen kann. Cluster ist ein englischer Begriff, den man mit Gruppe oder Haufen umschreiben kann, was sich begrifflich auf die häufigen Kopfschmerzattacken bezieht, die bei vielen Betroffenen chronisch-episodisch auftreten. Die starken Kopfschmerzattacken treten häufig ohne Vorwarnung auf und können mehrmals am Tag über Tage, Wochen und Monate anhalten und dann wieder eine Zeit verschwinden. Charakteristisch für das Schmerzkrankheitsbild sind die heftigen Schmerzen, die meist auf einer Gesichtsseite auftreten und dort vor allem an den Augen und Schläfen schmerzen. Die Schmerzen können aber auch in anderen Gesichtsbereichen und dem Nacken blitzartig auftreten. Mit den heftigen Schmerzattacken sind Symptome wie tränende Augen, Bindehautentzündungen, starkes Schmitzen oder auch starker Bewegungsdrang verbunden. Bei der Suche nach der Ursache für Clusterkopfschmerzen ist man heute noch nicht am Ziel. Man untersucht bestimmte Stimulationsoptionen im Bereich des fünften Hirnnervs, des Nervus trigeminus, und seinen umgebenden Nervenbahnen, was in Folge zu Entzündungen der Blutgefäße in der Region hinter dem Auge führt. Man untersucht auch das wichtige menschliche Steuerzentrum (Hypothalamus), das im Zwischenhirn liegt und unter anderem auch unsere Wach- und Schlafrhythmen bestimmt. Da die Attacken bei vielen Betroffenen vor allem in der Nacht beginnen und auch in Herbst- und Frühlingszeiten charakteristisch auftreten, liegt es Nahe, diesen Bereich des Gehirns näher zu untersuchen, um die Ursachen genauer zu analysieren.

Clusterkopfschmerzen kommen sehr selten vor und betreffen vor allem Männer, ab Ende des zweiten Lebensjahrzehnts. Um die Krankheit genauer zu diagnostizieren gibt es heute bestimmte Symptom-Klassifizierungen. Man kann die Clusterkopfschmerzen nur anhand der charakteristischen Beschwerden bisher definieren. Bei der Untersuchung über bildgebende Computerverfahren versucht man bestimmte andere Krankheitsbilder auszuschließen. Damit die Attacken nicht ausgelöst werden, müssen bestimmte negative Schlüsselreize vermieden werden. Trigger können durch bestimmte Substanzen ausgelöst werden, zum Beispiel Histamin. Auch können Alkohol, bestimmte Lebensmittel und Zusatzstoffe und selbst grelles Licht oder Hitze, als Trigger-Faktoren die individuellen Kopfschmerzattacken auslösen. Bei der Therapie gegen Clusterschmerzen spielt die akute Behandlung eine zentrale Rolle.

Man kann zum Beispiel über Betäubungstropfen die Schmerzsignale ausschalten. Auch kann inhalierter reiner Sauerstoff für eine kurze Zeit helfen. Nicht jeder Patient reagiert aber auf diese Maßnahmen. Es gibt auch bestimmte Wirkstoffe wie Sumatriptan, die als Injektion oder als Nasenspray bei Clusterkopfschmerzen eine schmerzlindernde Wirkung haben. Auf Grund der möglichen Nebenwirkungen müssen diese Medikamente individuell vom Arzt verschrieben werden. Treten die Clusterkopfschmerzen chronisch auf, so können auch andere Wirkstoffe eingesetzt werden. Je nach Dauer der Attacken müssen die speziellen Medikamente auf die spezifischen Wirkungsweisen und der Verträglichkeit abgestimmt werden. Es ist auch möglich bestimmte Wirkstoffe aufeinander abzustimmen, um die individuellen Symptome besser zu behandeln.

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