Kangal-Fische-Therapie

Seit Jahren ist die Kangal-Fische-Therapie ein umstrittenes Therapiethema, das Befürworter der Therapie wie Kritiker umtreibt. Die “Doktorfische” kommen in Flüssen Mittelasiens vor. Ihren Namen haben die Saugbarben von der gleichnamigen Kreisstadt in der Provinz Sivas in der Türkei, wo sie in mineralhaltigen Quellen des Baches “Kavak Deresi” und den Thermalbecken leben. Vor allem bei Neurodermitis oder Psoriasis sollen die Fische helfen, in denen sie abgestorbene Hautzellen ablösen und so zur Hautheilung beitragen. Vor allem Menschen mit Hautjuckreiz sind von der Behandlung mit den Kangal-Fischen überzeugt. Seit einigen Jahren werden die Fische nach Deutschland importiert und in Naturheilpraxen oder zu Hause zur Behandlung eingesetzt. Es gibt sehr unterschiedliche Meinungen über die Behandlungserfolge mit den Kangal-Fischen. Insbesondere die Rahmenbedingungen von Kangal selbst fließen in die Betrachtungen mit ein, so ist das Wasser dort sehr zink-haltig oder es wirkt auch eine Sonnen-Klima-Therapie. Ob die Fische unter anderem Rahmenbedingungen den gleichen Gesundheitseffekt erzielen, ist teils umstritten. Kritiker sehen vor allem im Infektionsrisiko eine Behandlungsgefahr. Man will mit speziellen Untersuchungen der Patienten auf mögliche Infektionen und die Zuordnung von eigenen Fischen die Infektionsübertragungen auf andere Patienten verhindern. Die Fische werden nach der Behandlung zum Beispiel unter Quarantäne gestellt.

Befürworter der Therapie stellen vor allem die Behandlungserfolge in den Vordergrund. Es bleibt aber umstritten, ob man bei genetisch bedingten Hautkrankheiten wie Neurodermitis einen nachhaltigen Erfolg erzielen kann. In der Regel wird von den Anbietern eine Badekur von zwei bis vier Wochen angeboten. Rund anderthalb Stunden verbringen die Fische mit dem Knappern an der Haut, was nicht unangenehm ist. Teilweise bieten die Therapeuten auch andere flankierende Therapien an, die sich vor allem der inneren Ebene der Gesundheit widmen. Die Anwendungen mit den Kangal-Fischen werden heute in Deutschland meist in Gesundheitspaketen mit Unterkünften angeboten. Sehr wichtig ist natürlich die Hygiene bei den Anwendungen. Da man bis heute keine eindeutigen Studien über langfristige Wirkung bei Krankheiten wie Psoriasis oder Neurodermitis hat, übernehmen die Krankenkassen in der Regel nicht die Kosten. Man kann trotzdem bei den Kassen anfragen und zum Beispiel nach einer Teilübernahme der Kosten fragen.

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