Laserinduzierte Thermotherapie

Die laserinduzierte Thermotherapie (LITT) stellt eine Krebstherapie dar, die unter bestimmten medizinischen Voraussetzungen angewandt wird. Das Verfahren wird zum Beispiel eingesetzt bei Lebermetastasen, die durch Chemotherapien oder chirurgischen Eingriffen nur schwer zu behandeln sind. Man kann damit erfolgreich und permanent bestimmte Tumore ausschalten. Zu den Indikationen bei einer laserinduzierten Thermotherapie gehören zum Beispiel: wiederkehrende Lebermetastasen, die nach Entfernung von Lebergewebeteilen auftreten, oder auch bei Chemotherapien, die vom Patienten abgelehnt werden. Das Verfahren kann auch teils zur Krebsbekämpfung anderer Weichteiltumore angewandt werden, zum Beispiel bei Lymphknotenmetastasen, Brustkrebsmetastasen, Metastasen im Dickdarm oder in anatomischen Strukturen hinter dem Bauchfell. Bei sehr ausgeprägten Metastasen außerhalb der Leber bieten sich meist andere Krebstherapien an. Auch beschränkt sich die laserinduzierte Thermotherapie auf nicht mehr als fünf Lebertumore, die einen maximalen Durchmesser von 50 mm nicht überschreiten. Die Indikationen sind auf klinische Erfahrungen zurückzuführen und stellen kein Therapie-Dogma dar. Vor dem Eingriff werden Vorsorgeuntersuchungen und ein ausführliches Patientengespräch geführt. Zu den Vorsorgeuntersuchungen gehören die Magnetresonanztomographie (MRT) zur genauen Planung der Laserung und eine Blutprobe.

Mit einer örtlichen Betäubung wird die Punktation durchgeführt. Mit Ultraschall oder CT kann man die Punktation kontrollieren. Bei Behandlungen der Leber wird der Laserapplikation durch ein kleines Loch in der Bauchhaut direkt zum Organ geführt. Durch ein spezielles Laserlicht unter MRT-Kontrolle wird der Tumor bestrahlt. Den Erfolg der Laserbehandlung überprüft man unmittelbar mit der kontrastmittelverstärkten MRT-Untersuchung. Kontrastmittelverstärkte MRT-Untersuchungen werden nach dem ersten und zweiten Tag nach der Behandlung durchgeführt. Nach rund drei Monaten wird eine erneute MRT-Untersuchung durchgeführt. Eventuell müssen spezielle Blutproben genommen werden. Die laserinduzierte Thermotherapie dauert je nach Diagnose meist rund eine halbe Stunde. Nach einer kurzen Aufenthaltszeit kann der Patient die Klinik in der Regel wieder verlassen. Das Verfahren stellt generell eine sehr schonende Behandlung dar. Über die Therapie und den möglichen Komplikationen wird dr Patient vom Arzt genau informiert.

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