Filmgeschichte

Das Kino hat sich seit den Anfängen der Filmgeschichte bis zum heutigen Tag dynamisch weiterentwickelt. Viele Meilensteine in der Filmgeschichte sind durch innovative und kreative Kinofilme gesetzt worden. Ende des 19. Jahrhunderts fanden die ersten Filmvorführungen in Europa statt und es begann die Zeit des Stummfilms. Seit 1927 gibt es Tonfilme, die rasch in den USA zu einer riesigen Filmindustrie geführt haben. Seit den 1930er Jahren gibt es die verschiedenen Ausprägungen der Genres. Nach dem 1. Weltkrieg kamen immer mehr Genrefilme in die Kinos wie: Komödien, Romanzen, Kriegsdramas, Verfolgungsfilme oder Western. Vor allem in den Hollywoodstudios wurden die internationalen erfolgreichen Filme gedreht. Trotz der Weltwirtschaftskrise hat das traditionelle Hollywood in den seit den 1920er Jahren auf immer anspruchsvollere und aufwendigere Filme gesetzt. Die Hollywood-Studios sind bis heute noch mitführend im weltweiten Kinomarkt. Große Produktionen, wie von Universal Studios oder Warner Brothers, waren vor und nach dem 2. Weltkrieg überaus erfolgreich. Im Laufe der Zeit haben sich die Unternehmen und Marken in Hollywood weiterentwickelt. Nach dem 2. Weltkrieg musste das europäische Kino neu beginnen, während in den USA die Filmbranche weitgehend unverändert Kinoerfolge feierte. Nachkriegsfilme kamen in Europa vor allem aus Italien. Der deutsche Film in der Nachkriegszeit musste sich völlig neu ausrichten und war teils noch von der Filmgeschichte der nationalsozialistischen Zeit geprägt. Zur Alliierten Besatzpolitik im Filmgeschäft gehörte, die Schaffung neuer ökonomischer Gesetzmäßigkeiten in der Filmbranche. Vor allem die Monopolstellung der UFA sollte im Nachkriegsdeutschland langfristig zerschlagen werden. Die amerikanische Filmindustrie machte in Deutschland eine erfolgreiche Lobby-Arbeit, so dass der deutsche Filmmarkt eine lange Zeit brauchte, um sich zu entwickeln. Die deutsche Filmindustrie hat sich natürlich auch anders im Westen und Osten des geteilten Deutschlands entwickelt.

Die 1970er Jahre waren geprägt von großen Hollywood-Produktionen, wie der “Krieg der Sterne”, und den ersten deutschen Filmen, die international für Aufsehen sorgten. Die Filme von Rainer Maria Fassbinder oder Volker Schlöndorff sorgten für internationale Anerkennung. Der Film “Die Blechtrommel”, von Volker Schlöndorff, bekam einen Oskar für den besten ausländischen Film im Jahr 1979. Ende der 1970 Jahre begann auch die Zeit der Multiplex-Kinos, die sich immer mehr etablieren konnten. In den 1980er Jahren waren es Filme wie “Gandhi”, “Indiana Jones” oder “Pretty Women”, die für Kassenerfolge sorgten. In den 1980er Jahren kamen auch die ersten erfolgreichen Musikclips auf den Markt. Der Videoclip “Thriller”, von Michael Jackson, stellte den Anfang der überaus erfolgreichen Musikclips dar. Im Jahr 1990 kam der Film “Der mit dem Wolf tanzt”, von Regisseur und Schauspieler Kevin Costner, in die Kinos und schaffte ein modernes Bild von Western. Der Film bekam sieben Oskars. Das Western-Genre hat eine hundertjährige Tradition und begann mit dem Film “Der Eisenbahnraub” im Jahr 1903. John Wayne ist eine der Lichtgestalten des Kinos, der vor allem durch die Western bekannt wurde. Bis heute ist das US-amerikanische Pionierdenken in vielen Filmen dramaturgisch vorherrschend. Seit den 1990er Jahren wurden die Filme im aufwendiger und teurer. Man spricht siet dieser Zeit von High-Budget-Filmen.

Zu den teuersten Produktionen der 1990er Jahre gehören “Titanic” oder “Jurassic Park”. Die Titanic-Produktion wurde zum erfolgreichsten Film Allerzeiten und spielte über 1,8 Milliarden US-Dollar ein. In Deutschland gingen rund 18 Millionen Menschen in die Titanic-Vorstellungen. Der Film gehört auch mit 11 Oscars zu den am meisten ausgezeichneten Filmen in Hollywood. Seit den 1990er Jahren wurden auch die computeranimierten Filme immer beliebter. Vor allem Disney blickt auf eine lange Trickfilm- und Animationsfilmgeschichte zurück. Die Walt Disney Company wurde 1923 gegründet und wurde vor allem durch die Comicfigur Micky Maus weltbekannt. Die letzten Jahre sind geprägt von einem größeren internationalen Interesse an ausländischen Filmproduktionen. Indien hat schon seit vielen Jahren die USA an Kinofilmproduktionen überholt. Der europäische und deutsche Film hat sich ebenfalls in den letzten zehn Jahren stark entwickelt. Nach ein paar Jahren, in dem die Besucherzahlen stark rückläufig waren, sieht die Zukunft des Kinos in Deutschland wieder besser aus. Zu den kommerziell erfolgreichsten Kinofilmen gehören zum Beispiel “Der Schuh des Manitu”, “Otto - Der Film” oder “Der bewegte Mann”. Der Schuh des Manitu zog fast neun Millionen Besucher ins Kino. Frühere Kultfilme wie “Christiane F.", im Jahr 1981, konnten solche Besucherzahlen bei weitem nicht erreichen. Gerade über das Internet findet man viele Informationen und Anregungen zur nationalen und internationalen Filmgeschichte, den herausragenden Produktionen und den Darstellern.