Gebäudemanagement

Das Gebäudemanagement gehört als Teildisziplin zum Facility-Management. Man kann die beiden Begriffe unterscheiden nach den DIN-Normvorgaben, zum Beispiel der Gebäudemanagementnorm DIN 32 736. Man kann das Gebäudemanagement auch auf die Nutzungsphase beziehen, innerhalb des komplexen Facility-Managements, das sich auch mit der Planungs- und Bauphase eines Gebäudes befasst. Es gibt im Facility-Management zahlreiche Faktoren, die aus unternehmerischer Sicht für Gebäude, Anlagen oder Einrichtungen wichtig sind. Man kann die Faktoren rudimentär unterscheiden nach betriebswirtschaftlichen Kriterien, die für die Bauherren wichtig sind und Faktoren, die das Arbeitsleben in den Objekten betreffen. So spielen Aspekte der Prozessoptimierung innerhalb der Gebäudebewirtschaftung eine zentrale Rolle. Auch Themenkomplexe wie Nutzungsflexibilitäten oder Arbeits- und Produktionsqualitätsförderungen spielen eine Rolle. Das Gebäudemanagement setzt dann an, wenn es zu konkreten Nutzungen kommt und unterteilt sich dann in verschiedene Unterkategorien. Zu diesen Teilbereichen des Gebäudemanagements gehören Themen zu Infrastruktur-, Flächen- und Raumplanungen; zum kaufmännischen Management oder des technischen Managements. Alle Disziplinen gehören zum operativen Geschäfts, das durch bestimmte Fachkompetenzen geregelt wird. Wichtig ist hierbei, dass alle Teilgebiete des Gebäudemanagements nicht isoliert gesehen werden, sondern eine Gesamtstrategie in der operativen Zusammenarbeit vorherrschend ist. Es gibt in jedem Teilbereich bestimmte Kernaufgaben, die unter den Zuständigkeitsbereich fallen.

Zum Bereich der Flächennutzung gehören Planungen zur Flächen- und Raumaufteilung, die auch aus technischer und infrastruktureller Sicht betriebswirtschaftlich sinnvoll sind. Zu den Themen der Infrastruktur gehören integrierte Dienstleistungen, wie der Sicherheitsdienst, das Catering oder auch die Gebäudereinigung. Alle Infrastrukturmaßnahmen im operativen Geschäft sollten hier effizient koordiniert sein. Das kaufmännische Wesen, innerhalb des Gebäudemanagements, bezieht sich auf alle Aspekte des betriebswirtschaftlichen Gebäudemanagements, so zum Beispiel auf den Einkauf von Dienstleistungen und technischer Gerätschaften der Verwaltung oder des Personaleinsatzes. Auch die Buchhaltung ist hier integriert. Innerhalb des Gebäudemanagements spielt natürlich auch das technische Management eine Rolle. Hier müssen Aspekte der Energiewirtschaft und der Analgenüberwachung kontroliert werden. Auch das Notfall- und Sicherheitsmanagement spielt eine wichtige Rolle, vor allem bei Hochhäusern. Alle die Faktoren des Gebäudemanagements müssen strukturiert und effizient in einer gesamtheitlichen Planung schon vor der Nutzungsphase festgelegt werden.

Auch bei der Sanierung oder der Modernisierung eines Objektes oder anderer Immobilien müssen die Gebäudemanagementbereiche neu überdacht und organisiert werden. Unternehmen, die sich auf das Facility-Management oder die Gebäudewirtschaft spezialisiert haben, müssen sehr komplexe Aufgaben analysieren und realisieren. Auf Grund der umfangreichen Aufgabenstellungen gibt es in den letzten Jahren immer mehr Unternehmen, die sich auf bestimmte Teilbereiche spezialisiert haben.