Blumen

Seit jeher inspirierten Blumen Dichter, Maler und Schriftsteller. So steht die berühmte Blaue Blume als Symbol der Romantik. Sie gilt als Sinnbild für Liebe, Sehnsucht und Unendlichkeit. Synonym für das Unerreichbare wird vielleicht immer die blaue Rose bleiben, da sie nie gezüchtet werden konnte. Alle Versuche scheiterten, das Ergebnis waren stets violette Rosen. Als natürliche Inspiration der Blauen Blume gelten die Kornblume oder die Wegwarte. In der Romantik ließ man Blumen sagen was man nicht auszusprechen vermochte. Doch der Ursprung der geflügelten Worte “lasst Blumen sprechen” liegt wohl viel weiter zurück. Anfang des 18. Jahrhunderts waren Orientreisen absolut “angesagt”. In ihren “Briefen aus dem Orient” schrieb Lady Mary Wortley Montagu nieder, dass in orientalischen Harems die Sprache der Blumen gepflegt wurde. Ob im Haus, auf dem Balkon, der Terrasse oder dem Garten - der Anblick schöner Blumen entspannt die Seele. Mit der Rose als Blume der Schönheit schenkt ein Mann einer Frau symbolisch seine Liebe. Im chinesischen Raum gilt die Pfingstrose als Königin der Blumen. Die Chinesen verehren die Baumpäonie als göttliche Pflanze, ihr gleich gestellt ist die Lotosblüte. Der Lotos gilt in vielen asiatischen Regionen als das Symbol der Reinheit. Obwohl sich die Wurzeln des Lotos im schlammigen Untergrund befinden, so sind Blätter und Blüten stets rein. Im Allgemeinen werden dekorativ blühende Topf- und Gartenpflanzen als Blumen bezeichnet, die auch für Sträuße, Kränze und Gebinde verwendet werden. Streng botanisch gesehen sind Blumen und Blüten jedoch zu unterscheiden. Die Blüte dient der Vermehrung der Pflanze und bildet sich als Spross in begrenztem Wachstum. Die Blüte gliedert sich in Blütenhülle, Fruchtblätter und Staubblätter, wie zum Beispiel bei der Rose. Auch Gräser bilden - wenn auch für unsere Augen weniger attraktive Blüten.

Im Gegensatz dazu ist die Blume biologisch gesehen eine Bestäubungseinheit der Blütenpflanze, sie soll Bestäuber anlocken. Das Beispiel von Orchideen zeigt, dass die Blüte auch eine Blume sein kann. Die Sonnenblume besitzt beispielsweise mehrere Blüten. In der Fachsprache nennt man diese Blumen Pseudanthien, die mehrere oft recht kleine Blüten zu einem Gebilde zusammen fassen. Auch der Weihnachtsstern besteht aus vielen Blüten, jedoch machen den Weihnachtsstern nicht die Blüten, sondern seine farbenfrohen Hochblätter attraktiv. Die Blüte der Iris oder Schwertlilie zeigt sechs Hüllblätter wovon drei als Hängeblätter wachsen über denen ein so genannter Narbenast steht, sowie drei innere Domblätter. Biologisch betrachtet bildet jedes Hängeblatt mit dem Narbenast und einem dazwischen liegenden Staubblatt eine eigene Blume. Je nachdem welches Tiere bei der Blume als Bestäuber dienen, bezeichnet man die Blumen zum Beispiel als Käfer- oder Vogelblumen.

Die größte Blume der Welt mit mehr als zwei Metern Höhe wird von Amorphophallus titanum (Titanenwurz) gebildet. Die Heimat dieser außergewöhnlichen Pflanze ist der Urwald Sumatras. Die kleinen Blüten werden werden von einem einzigen Hochblatt gigantischen Ausmaßes umgeben. Die Amorphophallus titanum blüht allerdings nur etwa alle neun bis zwölf Jahre. Bekannte kleinere Verwandte des Titanenwurz sind beispielsweise die Kalla und die Flamingoblume. Die größte Blüte der Welt mit einer Breite von bis zu einem Meter und dem enormen Gewicht von bis zu elf Kilogramm bildet die Riesenrafflesie.

Dianthus

Völlig zu Unrecht stehen Nelken (Dianthus) noch immer im Ruf, eher langweilige und weniger attraktive Blumen zu sein. Wer immer sich mit diesen wunderschönen Zierpflanzen befasst, wird nicht nur von ihrem großen Artenreichtum überrascht sein, sondern sich auch schnell für die wunderschönen, bunten Blüten und nicht zuletzt den betörenden Duft der Nelken begeistern!

Gladiolen

Schnittblumen verschönern nicht nur jede Wohnung, sondern sind ein passendes Geschenk für jeden Anlass. Gladiolen eignen sich hierfür besonders gut und sind in Bodenvasen ein dekorativer Schmuck.

Pfingstrosen

Die wohl bekanntesten und in vielen unserer Gärten zu sehenden Stauden sind die Pfingstrosen. Doch diese äußerst pflegeleichte Pflanze ist nicht nur im Garten, sondern auch in der Vase ein dekorativer Blickfang.

Ringelblumen

Ringelblumen können in vielfältiger weise im Garten verwendet werden. Sowohl als lang blühende Sommerzierpflanzen als auch als Heilpflanzen haben Ringelblumen eine lange Tradition in der heimischen Gartenkultur.

Schnittblumen

Blumen, ob gebunden zum Strauß oder als Bukett arrangiert, sind weltweit ein beliebtes Geschenk bei besonderen Anlässen oder ein schönes Mitbringsel. Die Deutschen geben jährlich rund drei Milliarden Euro für Schnittblumen aus und gehören zu den größten Blumenliebhabern im europäischen Vergleich.

Sterngucker

Der Sterngucker ist eine Liliensorte mit sternenförmigen Blüten. Er hat rosarote, dunkel gepunktete Blütenblätter, die weiß umrandet sind.