Portraits

Seit dem 17. Jahrhundert ist die Portrait-Malerei fester Bestandteil der Kunst. Man kann generell unterscheiden in Portraits, die bestimmte Ausschnitte der abgebildeten Personen zeigen, so gibt es zum Beispiel Kopfstücke oder Hüftbilder, die vom Kopf bis zur Hüfte gemalt werden. Auch Brustbilder werden gerne dargestellt. In den Portraits sollen die Betrachter, die Persönlichkeit und den Charakter des Menschen sehen. Vor allem die ehemaligen Feldherren und andere öffentliche Persönlichkeiten legten damals viel Wert auf das eigene Bild, das den Lebenserfolg und die Lebensphilosophie wiederspiegeln sollte. Für die zeitgenössischen Maler waren die Portraits eine Möglichkeit durch Auftragsarbeiten Geld zu verdienen. Bis heute werden Portraits gerne auch von Straßenkünstlern angeboten, die unterschiedliche Techniken und Materialien einsetzen, um den Charakter der Kunden verschlungen zu zeigen. Man kann die Portraits auch nach der Anzahl der Personen kategorisieren, die abgebildet sind oder auch nach dem Anlass, wie Familienportraits. Eine besondere Form von Portraits stellen die Selbstportraits dar, die vor allem von vergangenen namhaften Malern in der Kunstwelt verehrt werden. Bei den Portraits, die vor allem die Gesichtspartie zeigen, ist häufig die Kopfhaltung besonders prägend für den Ausdruck. Vor allem Portraits mit Halbprofilzeichungen findet man oft. In der heutigen Zeit dienen vor allem Fotos als Grundlage für die Portraits. Viele Maler bevorzugen aber richtige Modelle, die durch die Stellung und den Ausdruck das Bild lebendiger machen. In Hochkulturen wurden auch nackte Portraits gemalt. Heute hat die Malerei von nackten Körpern, wenn auch teilweise nur in Umrissen gemalt, wieder eine Renaissance erfahren.

Eine der bekanntesten Galerien, die sich dem Thema Portrait verschrieben hat, ist die National Portrait Gallery in der Hauptstadt der USA. Hier werden Portraits aus der Malerei oder Skulpturen ausgestellt und zeigen die Vielzahl der unterschiedlichen Formen und Techniken der Kunst. Die Abbildung von Menschen in allen Lagen hat in der Bildhauerei eine jahrtausendelange Kulturtradition. Die alten Skulpturen der Griechen oder Römer begeistern bis heute die Menschen. Der Trend geht in der darstellenden Kunst als Hobby auch wieder stark Richtung der Bildhauerei. Vor allem auch die handwerkliche Kunst und die verschiedenen Techniken bei den neuen und klassischen Materialien begeistern viele Kunstfans.

Das teuerste Gemälde der Welt wurde vom österreichischen Maler Gustav Klimt gemalt. Das Portrait ““Adele Bloch-Bauer I” wurde für rund 107 Millionen Euro von einem US-amerikanischen Unternehmer für die Neue Galerie in New-York ersteigert. Das “Museum for German und Austrian Art”, hat mit dem Portrait das Kunstschmuckstück schlechthin erworben. Die teuerste Skulptur erzielte bei einer Christie’s -Auktion die Skulptur “Danaïde”, des rumänischen Bildhauers Constantin Brancusis. Der Auktionspreis des anonymen Käufers lag bei rund 20 Millionen Euro.