HipHop

Hip-Hop ist eine Musikrichtung und Jugendkultur, die aus den schwarzen Ghettos der USA in den 1970er Jahren entstand. Die Musikrichtung ist bestimmt von Funk, Soul, Sprechgesang oder dem Scratchen. Das Scratchen wurde Ende der 1970er Jahre immer populärer. Wichtiger Teil der Hip-Hop-Kultur ist Rap, ein Sprechgesang mit langen Textpassagen. Zur Hip-Hop-Kultur gehört zum Beispiel auch Graffiti mit Stilelementen wie Writing oder Streetart. Breakdance wurde in den Anfängen des Hip-Hop als Tanzform sehr beliebt. Ende der 1970er Jahre erschien die erste Hip-Hop-Platte von der Fatback Band und dem Rapper Tim King III. Der Rap-Song “Rappers Delight” von Sigarhill Gang kam 1979 auf dem Markt und war der erste große Erfolg einer Hip-Hop-Platte. Der Titel “The Breaks” von Kurtis Blow, ein Pionier des Rap und des Hip-Hop, ist einer der Klassiker des Hip-Hops. In den 1980er Jahren wurde Hip-Hop immer beliebter und kommerzieller. Als weißer Hip-Hoper galt der österreichische Popkünstler Falco, mit seinem Hit “Kommissar”. Zu den wichtigsten Alben der 1980er Jahre gehört “It Takes a Nation of Millions to Hold Us Back”, von Public Enemy. Die Musik wird zur Stilrichtung des Eastcoast-Hip-Hop gezählt, die sich vor allem in New York entwickelte. Die Texte waren sehr politisch geprägt. Politische und sozialkritische Themen zeigen sich im Conscious Rap, einer Stilrichtung des Rap. Der gewaltorientierte Gangsta-Rap ist der Gegenpol zum Conscious Rap und zählt zur Hip-Hop-Kultur der Westcoast. Durchgesetzt hatten sich bis zum Jahrtausendwechsel vor allem die Westcoast-Rapper.

Der Eastcoast-Stil oder der Southern Rap haben sich in den letzten Jahren stärker international durchgesetzt. Zu den weißen Rappern der Gegenwart gehört vor allem Eminem, der Grammy- und Oscar-Preisträger ist. Durch die teils gewaltverherrlichten Texte ist Eminem immer kritisch gesehen worden. Der Film “8 Miles”, mit dem Oscar-Song “Love Yourself”, ist eine teils autobiografische Verfilmung. Seit vielen Jahren ist Hip-Hop eine internationale Jugendkultur und Musikrichtung, die sich in den Ländern sehr unterschiedlich entwickelt hat. Führend sind heute immer noch die Produktionen aus den USA von der Eastcoast und Westcoast. Seit Mitte der 1980er Jahre spielt Hip-Hop auch in Deutschland eine Rolle. Die bekannteste kommerzielle Rap-Band ist “Die Fantastischen Vier”, die vom Superstar-Jury-Mitglied Andreas Läsker seit Ende der 1980er Jahre gemanagt werden. Titel wie “Sie ist weg” oder “MfG - mit freundlichen Grüßen” machten die Rap-Band zum Kult in Deutschland. Zu den kommerziell erfolgreichen Rappern gehören zum Beispiel Sido, Bushido oder Fettes Brot. Berlin und Hamburg sind Hochburgen des deutschen Hip-Hops. Seit dem neuen Jahrtausend sind in Deutschland Stilrichtungen wie Battle Rap sehr beliebt. Die aggressive Auseinandersetzung zwischen den Rappern nennt man im Hip-Hop-Jargon Beef. Meist sind solche Auseinandersetzungen nur verbaler Natur.