Rap

Rap hat seinen Ursprung in der Hip-Hop-Kultur, die sich in den 1970er Jahren entwickelt hat. Die Hip-Hop-Kultur hat sich in den Großstädten der USA entwickelt. Vor allem in den Slums der Großstädte hat sich die eigenständige schwarze Sprech-Musikkultur entwickelt. Bei Partys in den Slums wurde Rap häufig benutzt, um die Menge anzuheizen oder sich selbst der Masse vorzustellen. Prägendes Element des Rap ist der Sprachgesang. Die Texte handeln vom Leben in den Ghettos und sind häufig sehr gewalthaft formuliert. Es gibt verschiedene Reimtechniken in den Songs. Heute hat sich der Rap von den Wurzeln der Hip-Hop-Kultur teils abgewandt und stellt ein eigenständige Genre dar. Elemente des Rap kennt man heute auch in anderen Musikstücken wie der Popmusik oder der elektronischen Tanzmusik. Ein Genre innerhalb des Rap ist der Gangsta-Rap, der gewaltorientierte Texte beinhaltet. Das Milieu des Gangs an den Ghettos wird in den Songs beschrieben. Gangsta-Rap ist aus der Hip-Hop-Kultur der Westküste der USA entstanden. Bis heute gibt es im Hip-Hop eine heftige Konkurrenz zwischen den Musikern bzw. Labels der Westcoast und der Eastcoast. Die Situation eskalierte in den Jahren 1996/97, als die erfolgreichen Rapper Tupac Shakur und The Notorious B.I.G. erschossen wurden. Die Taten wurden bis heute nicht aufgeklärt. Das erfolgreiche Subgenre des Hip-Hops war vor allem in den 1990er Jahren sehr erfolgreich. Die Lieder über Drogenhandel, Prostitution, Mord oder sozialer Ungerechtigkeit sind immer in der Öffentlichkeit umstritten gewesen. Gangsta-Rap hat sich in den USA auch im Süden und mittleren Westen entwickelt, wo es eigene Stilrichtungen gibt.

An der Ostküste der USA, vor allem in New York, hat sich seit Jahren eine Hardcore-Rap-Szene etabliert. Einer der erfolgreichsten Künstler ist 50 Cent (Curtis James Jackson III), der in ärmlichen Verhältnissen im New Yorker Stadtviertel Queens aufwuchs. Das Album “Get Rich or Die Tryin’", das im Jahr 2003 erschien, wurde über 12 Millionen Mal verkauft. Rap beschäftigt sich auch mit politischen oder sozialen Missständen. Eine der Gruppen, die solche Probleme erfolgreich thematisiert, ist Public Enemy. Die Band war Ende der 1980er Jahre in der Rap-Szene sehr einflussreich. Rap ist seit vielen Jahren ein weltweites Geschäft geworden. In vielen Ländern haben sich eigenständige Subgenres entwickelt. Vor allem in den Metropolen Europas, in Frankreich, Großbritannien oder Deutschland, hat der Rap eine große Anhängeschaft. Der bekannteste weiße Rapper ist Eminem. Er wuchs in einer Vorstadt von Detroit auf und ist vor allem auf Grund seiner aggressiven Texte bei den weißen Rappern beliebt. Der Top-Verdiener im Hip-Hop-Geschäft verkaufte bis heute über 27 Millionen Alben. Zu den kommerziell erfolgreichen Rapper in Deutschland gehören zum Beispiel Bushido oder Sido. Die erfolgreichste deutsche Rapperin ist Sabrina Setlur, die mehr als zwei Millionen Platten verkauft hat. Stilrichtungen wie der Battle-Rap haben sich in den letzten Jahren in Europa durchgesetzt.