Eurovision Song Contest

Seit Mitte der 50er Jahre gibt es den Eurovision Song Contest. Der erste Wettbewerb fand in Lugano in der Schweiz statt und wurde prompt von der Schweiz gewonnen. Lys Assia, aus dem Kanton Argau, gewann mit dem Titel “Refrain”. 1982 gelang der BRD mit der Interpretin Nicole der Sieg. Mit dem Titel “Ein bißchen Frieden…", wurden die deutschen Gewinnsehnsüchte befriedigt. Die österreichischen Nachbarn gewann etwas früher, genauer 1966, mit dem Titel “Merci Cheri” von Udo Jürgens. Deutschland ist aber das einzige Land, dass bisher immer einen Titel einreichte.

Für die internationale Veranstaltung gab und gibt es unterschiedliche Namen. In Deutschland heißt der Song Contest, umgangssprachlich noch “Grand-Prix-Eurovision…", was seit dem Jahr 2003 offiziell nicht mehr zulässig ist. Auch die Namensgebung des deutschen Vorausscheidung hat sich im Laufe der Zeit verändert. Früher heiß der nationale Wettbewerb “Ein Lied für…", heute wird das TV-Format “Deutsche Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest” genannt. Auch die Auswahl der Songs und Interpreten hat sich verändert. Heutzutage sind vor allem bekannte Rock- und Pop-Sänger angesagt. Jedes Land kann aber auch Künstler normieren, ohne das eine Vorausscheidung stattfindet.

Im Finale des Eurovision Song Contest werden die Finalisten mit ihren Titeln vorgestellt. Es gibt einige Regeln, die beachtet werden müssen, unter anderem darf das Lied eine bestimmte Zeit nicht überschreiten (3:10 Minuten), auch muss das Lied Live gesungen werden und der Interpret darf nicht unter 16 Jahren sein. Bei Auftritten von Gruppen dürfen nur sechs Teilnehmer auf die Bühne. Tiere sind verboten, ebenso die gesangliche Darstellung von politischen Themen. Wichtig ist auch das Halbfinale vor dem Finale. Alle Länder, die das Halbfinale übertragen und einen Interpret ins Rennen geschicken, dürfen auch im Finale mit abstimmen.

Die Punktabgabe und das Punktesystem wird immer wieder kritisiert. Grundsätzlich wird in den einzelnen Ländern ein Televoting durchgeführt. Unter bestimmten Umständen kann auch eine Jury-Wertung durchgeführt werden. Der beste Song bekommt 12 Punkte. Der nationale Song darf nicht bewertet werden. Heute werden die Punktevergaben aus Zeitgründen so gehandhabt, dass die Punkte 1-7 in einem Teil verkündet werden und die drei Punktbesten separat genannt werden, so muss man nicht mehr Stunden warten bis der Sieger feststeht. Vor allem Länder wie Deutschland oder die Schweiz sehen bei der Punktevergabe Nachteile für ihr Land. Auf Grund dessen, dass viele skandinavische Nationen oder ehemalige osteuropäische Länder für ihre Nachbarländer stimmen, sind die Chancen den Wettbewerb zu gewinnen, auch für Länder wie Frankreich gleich Null.

Für die Änderung der Punktwertung im Jahr 2009 spricht, das die TV-Hauptpartner des Wettbewerbs, unter anderem Deutschland, Großbritannien oder Frankreich nachdenken, einen eigenen Wettbewerb zu veranstalten. Es gibt Tendenzen zu 50% eine Jurywertung und eine Televoting-Wertung zu vergeben.

Zur Jubiläumsshow im Jahr 2005 wurden in Kopenhagen die besten Songs gekürt. Zum besten Song des Eurovision Song Contests aller Zeiten wurde “Waterloo” von ABBA gewählt. Auf dem zweiten Platz landete der italienische Beitrag von Domenico Modugno aus dem Jahr 1958, vor Johnny Logans Song “Hold me now”. Das erfolgreichste Land beim europäischen Musikwettbewerb ist Irland mit sieben ersten Plätzen, gefolgt von Großbritannien mit fünf Gewinnern. (St. 2007) Da die Gewinnernation den folgenden Wettbewerb ausrichten darf, ist sind auch hier Großbritannien und Irland in Führung. In einer Gesamtwertung der Performance belegt Deutschland den siebten Platz, die Schweiz landet auf dem achten Platz und die Interpreten aus Österreich sind auf dem 17-ten.