Theater

Das Theater ist fester Bestandteil der Kultur- und Kunstlandschaft und hat vor allem in Europa eine lange Tradition. Zu den klassischen Theaterformen gehören zum Beispiel das Sprechtheater, das Musiktheater, das Tanztheater oder das Puppentheater. Zum Sprechtheater, bzw. dem Schauspiel, gehören Kunstformen wie die Komödie oder die Tragödie. Die Komödie ist heute fester Bestandteil der Theaterprogramme in den Häusern. Die Komödie gliedert sich wieder in Formen wie der Charakterkomödie oder der Situationskomödie. Untertypen der Komödie sind zum Beispiel der Schwang oder die Klamotte. Zum Musiktheater gehören Genres wie die Oper, die Operette oder die Musicals. Vor allem die Musicals haben seit den 1980er Jahren eine breite Zielgruppe erschlossen. Der britische Komponist Andrew Lloyd Webber ist einer der Väter der Musical-Szene mit Produktionen wie Cats oder Starlight Express. Das erfolgreiche Musical Cats kam 1986 nach Deutschland und hatte in Hamburg seine Heimat gefunden. Fester Bestandteil des Musiktheaters ist die Oper. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts ist die Oper in Europa eine feste Theatergröße. Die Opernrepertoires sind immer auch vom Komponisten abhängig. Die Klassiker der Oper sind bis heute überaus beliebt. Zu den populären Opern gehören Werke wie: die Zauberflöte, Othello, Der Barbier von Sevilla, Carmen oder Parsifal. Zu den deutschsprachigen Opernhäusern gehören zum Beispiel die Wiener Staatsoper sowie die Staatsoper Unter den Linden und die Deutsche Oper (beide in Berlin). Eine lange Tradition hat auch die Semperoper in Dresden oder die Oper Frankfurt.

Das Tanztheater wurde seit Mitte des 20, Jahrhunderts im beliebter. Durch deutsche Choreografen wie Tom Schilling wurde das moderne Tanztheater in Deutschland begründet. Schilling war u.a. Chefchoreograf an der Komischen Oper in Berlin. Das moderne Tanztheater grenzt sich von den Konventionen des Ballets klar ab. Beim modernen Tanztheater können auch Gesang oder Sprache eingesetzt werden. Es gibt viele unterschiedliche Stille in der heutigen Tanztheaterszene. Der klassische Tanz - das Ballett - ist fester Bestandteil des Tanztheaters. Meist sind ist das Ballet einer bestimmten Handlung folgend. Das Ballet ist bestimmt von den Choreografien, den Kostümen, den Bühnenbildern und den Requisiten. Die Ballet-Musik der neueren Zeiten hat sich seit Mitte des 17. Jahrhunderts entwickelt. Zu den prägenden Balletmusiken des 20. Jahrhunderts gehört zum Beispiel Der Feuervogel von Igor Strawaniski, aus dem Jahr 1910. Andere bekannte Kompostionen sind zum Beispiel: Schwanensee, Der Nussknacker oder Don Quichotte. Zu den wichtigsten europäischen Ballet-Theatern gehört das Mariinski-Theater aus St. Petersburg.

Das Puppen- oder Figurentheater, als eine Form des Theaters, hatte vor allem in der ehemaligen DDR seinen festen Platz. Es gab hier staatliche Spielstätten, zum Beispiel in Dresden, Magdeburg oder Berlin. Feste Ensembletheater gab es im Westen zum Beispiel in Augsburg oder München. Die erste Ausbildungsstätte für Figurentheater wurde im Jahr 1983 an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart geschaffen. Zu den Grundständigen Studiengängen in Stuttgart gehört heute noch das Figurentheater. Zu den weltbekannten Marionettentheatern gehört die Augsburger Puppenkiste, die mit den Figuren Jim Knopf und Urmel große TV-Erfolge feierte. Das zeitgenössische Figurentheater wird zum Beispiel im Kölner Cassiopeia Theater aufgeführt. Erfolgreiche stehende Figurentheater sind heute zum Beispiel in München, Berlin, Wien oder Salzburg ansässig.

Schauspieler

Populäre Schauspieler prägen die Theaterstücke auf ihre ganz eigene Art. Zu den populären deutschen Theaterschauspielern gehörte zum Beispiel der Kölner Volksschauspieler Willy Millowitsch.