Gärten und Parks

Gartenanlagen gehören zur Lebenskultur der Deutschen. Gerade in Europa haben die Gartenanlagen eine lange Tradition, vor allem auch geprägt von französischen und englischen Park- und Gartenkulturen. Heimische Gartenanlagen bieten die Möglichkeit individuelle Wünsche nach schöner Natur zu gestalten. Der Kreativität sind hier nur natürliche Klimagrenzen gesetzt. Ein Großteil der Deutschen hat einen Garten am eigenen Haus, den sie als Wildgarten, Blumengarten oder Gemüsegarten betreiben. Der Garten ist bei vielen Deutschen ein Hobby, das sie das ganze Jahr über nachgehen. Deutschland hat auch eine lange Tradition bei Kleingärten, die hauptsächlich in den Städten angelegt sind und zur Erholung der Menschen beitragen. Alleine in Deutschland gibt es rund eine Million von Kleingärten. Es gibt hierfür sogar ein eigenes Gesetz - das Bundeskleingartengesetz. Hier wir die kleingärtnerische Nutzung durch das Gesetz genau beschrieben. Eines der wesentlichen Merkmale der Kleingärten ist, dass die gärtnerische Nutzung nicht erwerbsmäßig betrieben wird. Gartenbauerzeugnisse müssen hier für den Eigenbedarf angebaut werden. Es gibt auch Gärten, die nicht rechtlich zu den Kleingärten gezählt werden, zum Beispiel Haus-und Wohnungsgärten, Eigentümergärten oder Datschengartenanlagen. Kleingartenvereine haben häufig einen gemeinnützigen Zweck, der die Förderung der Kleingartenkultur zum Kernziel hat. Großes öffentliches Interesse besteht an den Landesgartenschauen. Seit 1980 finden die Landesgartenschauen in vielen Bundesländern statt. Landesgartenschauen sollen nicht nur die Lebensqualität, in meist stadtnahen Regionen verbessern, sondern auch das regionale Klima fördern. Die Bundesgartenschauen finden in Zweijahresrhythmen statt und setzten naturarchitektonische Schwerpunkte. Hier finden sich viele gärtnerische Traditionen wieder, die eine große Anzahl von Menschen auf die Gartenschauen locken. Bundesgartenschauen finden ab 2009 in Schwerin, Koblenz und in Hamburg (2013) statt.

Parks gehören auf der ganzen Welt zu den erholsamen Gegenden in den Städten. Vor allem die großen Metropolen haben die Parkanlagen zu urbanen Magnetpunkten für Erholungssuchende gemacht. Auch erfüllen die Parks, als grüne Lungen der Städte, wichtige Klimafunktionen, vor allem gegen die Luftverschmutzung - dem Smog. Zum Weltkurerbe in Deutschland gehört die Insel Reichenau, die durch das Klima besonders bei Naturfans beliebt ist. Hier findet man eine große Anzahl an Flächen als Gewächshäuser, die vor allem beim Gemüsebau auf der Insel sehr wichtig sind. Auch die Schlösser und Gärten von Potsdam und Berlin sind als Weltnaturerbe ausgewiesen. In Europa gehört das Dessau-Wörlitzer Gartenreich zu den besonderen Kulturerben. Das Gartenreich erstreckt sich entlang der Elbe. Die Gartenanlagen, die vom Fürsten und Herzog von Anhalt-Dessau, Leopold III. Friedrich Franz, gegründet wurden, sind an den Naturgärtenphilosophien der Zeit ausgerichtet. Diese Naturgartenanlagen standen als Gegenpole zu den vorherrschenden Barock-Gärten der Höfe. Deutschland hat im internationalen Vergleich eine große Anzahl von Naturparks und Naturschutzparks, die es in jedem Bundesland gibt.