Wasser

Deutschland gehört zu den Ländern, das auch beim Wasserschutz eine internationale Vorreiterrolle hat. Wasser begegnet uns in allen Alltagssituationen, als Trinkwasser, Abwasser oder in Form von Gewässern. Dem Wasserschutz kommt hier besondere Bedeutung zu, um die Qualität des Trinkwassers und der Gewässer langfristig zu gewährleisten. Es gibt zahlreiche nationale und internationale Regelungen zum Wasserschutz, die von Trinkwasservorschriften bis zu alltäglichen Nutzungsvorschriften, zum Beispiel beim Autowaschen, reichen. Der große Bereich der Renaturierung spielt bei den Gewässern eine große Rolle. Der Schutz der Gewässer ist ein wichtiger Punkt innerhalb des Naturschutzes. Die Nutzung von Oberflächengewässern, und des Grundwassers, kommt eine zentrale Bedeutung bei den Verordnungen zu. Der Schutz der Gewässer, zum Beispiel vor Abwassereinleitungen, Abfälle oder Chemikalien, ist seit Jahren ein wichtiges naturpolitisches Thema. Viele der Flüsse weißen heute eine bessere Wasserqualität auf, als noch in Zeiten des unbegrenzten wirtschaftlichen Nutzens der Gewässer. Die Qualität der Fließgewässer und Seen können heute unproblematisch über Informationsseiten im Internet überprüft werden. Die ökologische Qualität der Fließgewässer wird auch über die Ausbaufaktoren näher bestimmt. Besondere Vorschriften im Binnenschifffahrtsverkehr beziehen sich vor allem auf den Transport von wassergefährdenden Stoffen, die bei Unfällen besonderer Hilfsmaßnahmen bedürfen. Wasserschutzgebiete stellen eine eigenständige Kategorie im Umweltschutz dar. Wasserschutzgebiete spielen zum langfristigen Schutz der öffentlichen Trinkwasserversorgung eine zentrale Rolle. Man findet hier zahlreiche Ge- und Verbote, die man genau beachten sollte. Die zuständigen Wasserbehörden können hier die Rechtsvorschriften festsetzen, die unterschiedliche Trinkwasserschutzgrade haben.

Besondere Verkehrszeichen, zum Beispiel das blaue Wasserschutzzeichen, warnen Verkehrsteilnehmer, die bestimmte Stoffe transportieren. Es gibt auch Durchfahrtsverbote für bestimmte Verkehrsteilnehmer. Der Küstenschutz spielt in Deutschland auch eine wichtige Rolle, nicht nur aus Naturschutzsicht, sondern auch aus Sicht des Hochwasserschutzes. Die Bewahrung des alten Lebensraums und der Ausbau von Schutzvorrichtungen, müssen hier genau abgewägt werden. Der Hochwasserschutz betrifft auch die Flüsse, die bei ergiebigen Regen und der Schneeschmelze für Verwüstungen sorgen. Die Hochwasserschutzmaßnahmen sind in den letzten Jahren immer mehr ausgebaut worden. Die schlimmsten Hochwasser, an Rhein, Oder, Donau oder Elbe, kosteten Milliarden von Euro zum Wiederaufbau. Rund fünf Millionen Quadratkilometer waren im Zeitraum 2000-2006 von den Hochwassern in Europa betroffen. Die geschätzte Schadenhöhe, beim Hochwasser der Elbe im Jahr 2002, lag bei rund 11 Milliarden Euro. Seit dem Jahr 2005 gibt es in Deutschland das Hochwasserschutz-Artikelgesetz, das sich zum Beispiel mit Regelungen zur Bebauung in Hochwasserregionen auseinandersetzt. Der Ausweisung von Überflutungsgebieten kommt auch in Zukunft eine zentrale Bedeutung beim Hochwasserschutz zu. Viele der Gebiete sind bis heute in Europa nicht erfasst. Im Jahr 2007 wurde die EU-Hochwasserschutzrichtlinie verabschiedet, die auf europäischer Ebene das Problem angeht.

Heutige Klimamodelle lassen noch keinen Schluss zu, wie sich zum Beispiel die erhöhten Niederschlagsmengen konkret auf die regionalen Hochwassersituationen auswirken. Es gibt eine Reihen von Forderungen, die in diesem Zusammenhang von Naturschutzorganisationen kommuniziert werden, zum Beispiel die integrierte Planung und Umsetzung der europäischen Richtlinien oder die konsequente Umsetzung der Aktionspläne. Wichtig zur Vermeidung der schwersten Schäden durch Hochwasser, ist die frühe Wetterwarnung. Hochwasserwarnungen werden heute vor allem über die Rundfunksender zeitnah kommuniziert. Bonner Forscher haben schon ein System für Wetterwarnungen per SMS entwickelt. Über die Hochwasserzentralen der Bundes- und Nachbarländer bekommt man im Internet zahlreiche Informationen, zum Beispiel zu den aktuellen Pegelständen. Man kann hier auch anhand der erfassten Messdaten, die vergangenen Hochwassersituationen vergleichen. Trotz der Gefahren durch Überflutungen und Hochwasser ist der Lebensraum Wasser ein weiterhin beliebter Raum, zum Beispiel bei ländlichen und städtischen Bauprojekten. Es herrscht bei der privaten Nachfrage nach Wohnraum ein seit Jahren gesteigertes Interesse an flussnahen Objekten. Vor allem in den Städten sind Wohn- und Büroobjekte an Flüssen überaus begehrt.

Der Freizeitwert der Anlagen spielt hier häufig eine zentrale Rolle. Wohn- und Büroobjekte, mit eigenen Anlegestellen an den Flüssen und Seen, sind bei der betuchten Käufersicht sehr beliebt. Gerade in Städten wie Berlin und Hamburg haben sich viele flussnahe Stadtentwicklungen abgespielt. Auch der Ausbau der küstennahen Hafenanlagen spielt als Wirtschaftsfaktor eine zentrale Rolle. Hier werden die Anforderungen an die Hafenanlagen immer größer. Selbst internationale Großhäfen wie Rotterdam oder Hamburg müssen sich den neuen Anforderungen in der Transportschifffahrt stellen. Die Freizeitaktivitäten auf Seen und Gewässern haben sich in den letzten zwanzig Jahren sehr stark entwickelt. Viele der Gewässer und Seen sind heute auch wichtige Tourismusmagnete, wie zum Beispiel der Bodensee oder das Binnengewässer Müritz. Die Wassersportbranche hatte in den letzten zehn Jahren dynamische Umsatzsteigerungen zu verzeichnen, auch wenn heute eine Marktsättigung erreicht scheint. Man findet heute vor allem über das Internet zahlreiche Informationen zu den regionalen Freizeitaktivitäten im Wassersportbereich.