Taekwondo

Die Geschichte des Taekwondo begann vor rund 50 Jahren in Korea. Als Mitgründer des Sports gilt der südkoreanische General Choi Hong-hi. Taekwondo ist eine eigenständige Kampfsportsart, die sich nur zum geringen Teil aus Techniken des Karate entwickelt hat. Taekwondo ist eine sehr dynamische Kampfsportart, die vor allem durch die Fußtechniken geprägt ist. Es gibt unterschiedliche Stilrichtungen mit Techniken und geistigen Philosophien. Das Wort setzt sich zusammen mit den Wortsilbenumschreibungen für Fuß- und Handtechniken und dem Weg als Ziel. Die Kampfsportart hat auch als waffenlose Selbstverteidigungsart viele Anhänger. Im Wettkampfsport unterschiedet man in Leicht-, Semi- oder Vollkontaktkampf. Für den Wettkampf gibt es zum Dobok, dem Kampfanzug, noch die spezielle Schutzkleidung. Von Korea aus wurde Taekwondo zu einer der beliebtesten Vollkontakt-Kampfsportarten im Turniersport. Der sogenannte “Freikampf” ist seit dem Jahr 2000 olympische Disziplin. Man kann die Stilrichtungen und Techniken generell unterscheiden nach dem Sinn und Zweck. Wettkämpfer üben hauptsächlich nur die Techniken, die für den Wettkampf sinnvoll einzusetzen sind. Hat man keine Wettkampfmotivation, so trainiert man alle Techniken des Taekwondo. Fünf generelle Stilrichtungen im Taekwondo sind für den Kampfsport prägend.

Es gab früher zwei große Vereinigungen, die Korean Taekwondo Association (KTA), deren Gründungspräsident Choi Hong-hi war und die Konkurrenzorganisation International Taekwon-Do Federation (ITF). Zu den Gründungsmitgliedern der ITF in den 60er Jahren, gehörten unter anderem Korea, die USA und Deutschland. Beide Weltverbände hatten seit dieser Zeit ständige innenpolitische Auseinandersetzungen. Taekwondo ist bis heute in viele unterschiedliche Verbände untergliedert. Anfang der 70er Jahre ging aus dem früheren ITF-Verband, die World Taekwondo Federation (WTF) in Seoul, als Konkurrenzverband hervor. Das Taekwondo mit allen seinen Stilrichtungen und unterschiedlichen Verbänden olympisch wurde, verdankt der Sport der WTF, die heute über 180 Mitgliedsverbände repräsentiert. Weltweit sind rund 30 Millionen Mitglieder verzeichnet. Das WTF-Taekwondo ist Grundlage für die meisten internationalen Wettbewerbe. Wer zu den Olympischen Spielen als Kämpfer möchte, muss in der nationalen oder internationalen WTF-Organisationsstruktur sein. Kämpfer der ITF, des heute zweitgrößten Taekwondo-Verbandes, werden nicht zu den Spielen zugelassen. WTF-Wettbewerbe werden in acht, bzw. olympischen vier Gewichtsklassen, unterteilt.

Taekwondo ist vor allem auch bei Frauen sehr beliebt als Wettkampfsport. Im Vollkontakt werden bestimmte Punkte nach Treffern vergeben, auch gibt es Strafpunkte. Die Regeln sind von Verband zu Verband unterschiedlich. Beim Taekwondo gibt es die üblichen Gradunterteilungen, die durch Gürtelfarben sichtbar sind. Über den Anfängergürtel in weiß, geht es über gelb, grün, blau, rot bis zum schwarzen Gürtel. Auch die Etikette ist im Taekwondo sehr wichtig. Sie unterschiedet sich von anderen Kampfsportarten von den Grundsätzen. Es gibt aber auch Übereinstimmungen, wie Pünktlichkeit oder den Respektbekundungen gegenüber dem Meister und dem Gegner.