Internet

Nach neuesten Erhebungen der Organisation für Telekommunikation der UN nutzen heute mehr als zwei Milliarden Menschen das Internet. Die Zahl der Mobilfunknutzer wird auf über fünf Milliarden Menschen von der ITU (International Telecommunication Union) geschätzt. Seit der Jahrtausendwende hat sich die Zahl der Internetnutzer fast verzehnfacht. Angefangen hat alles mit dem Advanced Research Projects Agency Network, das Wissenschaftler vom US-Verteidigungsministerium und dem Massachusetts Institute of Technology in den Anfängen der 1960er Jahre entwickelt haben. Kernziel war die dezentrale Vernetzung von Universitäten, die im Auftrag des Verteidigungsministeriums forschten. Seit den 1980er Jahren hat sich der Oberbegriff Internet durchgesetzt. Seit den 1970er Jahren gibt es das wichtige Kommunikationsmittel E-Mail. Den Durchbruch bei der zivilen und kommerziellen Nutzung des Internets brachten die 1990er Jahre mit dem World Wide Web. Vor allem die National Science Foundation (NSF) in den USA erkannte früh den kommerziellen Nutzen des Internets, dass sich rasant außerhalb der universitären Strukturen weiterentwickelte. Mit dem Ende des letzten Jahrtausends kam der Onlinehandel ins Laufen. Vor allem die höheren Datenübertragungstechniken haben dem Internet in den letzten fünf Jahren geholfen, sich weiter als Informations- und Unterhaltungsmedium zu positionieren. Seit ein paar Jahren haben vor allem die Sozialen Netzwerke wie Facebook geboomt und neue Kommunikationsstrukturen geschaffen.

Das Internet ist heute schon lange nicht mehr ein rechtsfreier Raum, sondern von vielen rechtlichen Aspekten geprägt. Das Internetrecht stellt heute ein eigenes Rechtgebiet dar. Was das Internetrecht kompliziert macht sind die Verknüpfungen unterschiedlicher Rechtsgebiete wie das Urheberrecht, das Wettbewerbsrecht, das Datenschutzrecht, das Medienrecht oder das internationale Privatrecht. Die Hoheit über verschiedene Rechtgebiete im Internet haben der Bund und die Länder. Die Länder haben vor allem die Kompetenz im Presserecht, während der Bund hoheitlich das Wettbewerbsrecht strukturiert. Seit Jahren arbeiten Experten an einer EU-Charta für das Internet, dass sich vor allem mit dem Thema Sicherheit auseinandersetzt. Im Internet werden die globalen Datenmengen immer gigantischer. Im Jahr 2014 soll die Marke von 40.000 Petabyte pro Monat erreicht werden. Vor allem durch die Videoübertragungen sind große Datenmengen heute üblich. Deutschland gehört in Europa nach den skandinavischen Ländern und den Niederlanden zu führenden Nationen bei der Internetnutzung. Rund 75 Prozent der deutschen Haushalte haben heute einen PC. Deutschland ist unter anderem eine führende Nation bei Computerspielen, vor allem bei den Browserspielen. Immer selbstverständlicher wird das Internet-Shopping in den Haushalten.

Wie das Internet der Zukunft aussehen wird erforschen zahlreiche nationale und internationale Forscherteams. Eine Initiative der EU-Kommission ist das Programm Future Internet Research and Experimentation (FIRE). In den USA hat die National Science Foundation (NSF) das Forschungsprogramm Future Internet Network Design ins Leben gerufen. In Deutschland fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Projekt G-Lab mit 32 renommierten Partnern aus universitären und wirtschaftlichen Bereichen.