Hörverlust

Hörverluste bezeichnen allgemein Hörverringerungen, die sich auch auf bestimmte Frequenzen beziehen können und auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sein können. Die Wissenschaft, die sich auch mit den Erkrankungen der Hörorgane und ihrer Therapie auseinandersetzt, wird Audiologie genannt. Die Audiologie ist ein wichtiges Wissenschaftsfeld in der HNO-Medizin und widmet sich sehr komplexen biologischen und physikalischen Wirkungsweisen, die mit Hörverlusten einhergehen. Oft führen Hörstürze zu sehr individuell ausgeprägten Hörverlusten, die sich auf eine oder mehrere Frequenzen auswirken können. In schweren Fällen können die Hörstürze bis zur Taubheit führen. Man ist in der Ursachenforschung bis heute noch nicht abschließend zu einem Ergebnis gekommen, so dass vor allem auch die Risikofaktoreneinschätzung in der Prävention sehr wichtig ist. Faktoren wie Stress, Übergewicht, Stoffwechselstörungen oder Autoimmunreaktionen werden komplex in diesem Zusammenhang erforscht. Oft sind es Durchblutungsstörungen des Innenohrs, die zu den Hörstürzen mit individuellen Hörminderungen führen. Im Zusammenhang mit den Hörstürzen tauchen auch immer wieder Symptome wie Ohrengeräusche auf. Auch Symptome wie Schwindel kennzeichnen akute Gehörstürze, die umso besser therapiert werden können, desto früher sie erkannt und behandelt werden. Wird ein Hörsturz nicht zeitnah behandelt, so kann es zum Beispiel zum Tinnitus kommen, der geprägt ist von Geräuschen wie Rauschen oder Pfeifen. Jeder Hörverlust geht auch mit einer Beeinträchtigung der Lebensqualität einher, was oft dazu führt, dass sich die Betroffenen zurückziehen und Depressionen erleiden. Hörverluste können zum Beispiel auch durch ein Knalltrauma ausgelöst werden, bei dem der hohe Schalldruck, zum Beispiel das Trommelfell, nachhaltig schädigt. Solche Traumata können auch bei Schlägen auf das Ohr ausgelöst werden.

Hörminderungen können auch auftreten bei bestimmten Arzneimitteln, die zum Beispiel bei starken schmerz- und entzündungshemmenden Therapien eingesetzt werden. Hörschädigungen durch Mittelohrentzündungen sind in unseren Breiten heute relativ selten geworden. Auf anderen Kontinenten wie Afrika sind es aber vor allem nicht behandelte Infektionen, die zum Beispiel zu Mittelohrentzündungen führen und nachhaltige Hörverluste bei Kindern auslösen. Kinderkrankheiten wie Mumps, Röteln oder Masern können mit Funktionsschädigungen der Ohren einhergehen. Durch Schutzimpfungen und Antibiotika sind die Gefahren für Kinder in den Industrieländern heute eingedämmt. Kommt es zu Infektionen, die sich nachhaltig auch auf das Gehör auswirken können, so treten häufig Begleiterscheinungen wie Fieber oder starke Ohrenschmerzen mit einem Ausfluss an Eiter auf. In solchen Fällen muss immer ein Arzt aufgesucht werden, um zeitnah eine Therapie einzuleiten. Hörverluste können ursächlich für Schädigungen in bestimmten Regionen des Ohrs sein, zum Beispiel im Innen-, Mittel- oder Außenbereich. Auch können Nervenschädigungen im Gehirn oder des Gewebes des Ohrennervs nachhaltige Funktionsverluste beim Hören verursachen.

Hörverluste können je nach Grunderkrankung sehr unterschiedlich therapiert werden. Je nach Grunderkrankung sind die Prognosen zur Wiederherstellung des Hörens sehr unterschiedlich. Akute Schall- und Lärmtraumata, zum Beispiel beim Sylvesterfeuerwerk, können nach ein paar Minuten sich wieder bessern oder in schlimmen Fällen auch zu chronischen Hörschädigungen führen. Hörprobleme sind auch immer sehr individuelle Probleme, die auch in Zusammenhang mit körperlichen und psychischen Belastungsgrenzen gesehen werden müssen. Wann immer ein lautes Geräusch wie Schüsse auftreten können, sollte man seine Ohren besser schützen und Ohrenschützer aufsetzen, um mögliche Funktionsschädigungen der Ohren im Keim zu ersticken. Chronische Lärmschwerhörigkeiten sind oft schleichende Erkrankungen, die man zum Beispiel auch durch zahlreiche Tests beim HNO-Arzt frühzeitig untersuchen lassen sollte.

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