Hardware-Hersteller

Weltweit wurden 2010 rund 350 Millionen PCs verkauft. Die fünf führenden Hersteller für Computer haben weltweit einen geschätzten Marktanteil von 50 Prozent. Die führenden Unternehmen bei der Hardware kommen aus den USA, Taiwan, China und Japan. Größtes IT-Unternehmen der Welt, mit verschiedenen Business-Gruppen, ist Hewlett-Packard mit Sitz im kalifornischen Palo Alto. Der Jahresumsatz von HP lag im Jahr 2009 bei rund 114 Milliarden US-Dollar. Bei den Computern hat Hewlett-Packard einen Marktanteil von rund 18 Prozent. Im Jahr 2010 wurden über 62 Millionen Computer von HP verkauft. Hewlett-Packard war das erste angesiedelte Unternehmen im legendären Silicon Valley in der San Francisco Bay Area. Das Silicon Valley in Kalifornien ist bis heute das Eldorado der Computerbranche mit tausenden von IT-Unternehmen wie Apple, Intel, Cisco Systems oder dem Chiphersteller AMD. Hier sitzen auch die führenden Software-Unternehmen wie Google, Microsoft oder IBM. Beim Absatz von Computern ist nach HP die taiwanesische Acer-Gruppe und Dell führend. Das texanische Unternehmen Dell hat in seiner Produktpalette unter anderem PCs, Notebooks, Server, Monitore oder Drucker. Dell verwendet hauptsächlich fremde Komponenten und ist somit kein klassischer Hardware-Hersteller. Der Direktverkauf spielt bei Dell eine zentrale Rolle. Die Produkte werden vor allem über das Internet verkauft. Dell ging mit Vertriebspartnern wie Wal-Mart in den USA und Lidl in Deutschland neue Wege. PC und Notebooks von Dell findet man in Deutschland auch in Media-Märkten.

Einen riesigen Wachstumsmarkt bedient der größte chinesische PC-Hersteller Lenovo aus Peking. Jeder vierte Computer, der in China verkauft wird, stellt Lenovo her. Mehrheitsaktionär von Lenovo ist die Chinesische Akademie der Wissenschaften. Lenovo stellt neben PCs vor allem Tablet-PCs, ThinkPad-Notebooks und Monitore her. Lenovo verkauft auf dem chinesischen Markt auch Handys. Weltweit bekannt wurde Lenovo durch die Olympischen Spiele 2008 als einer der Hauptsponsoren. Chinas zweitgrößter Hersteller bei Notebooks ist Hasee aus der Millionenmetropole Shenzhen. Inzwischen ist Hasee in mehr als hundert Ländern mit seinen Produkten vertreten. Zu den führenden Computerherstellern der Welt gehört der japanische Technologiekonzern Toshiba aus Tokyo, der PCs oder Netzwerke über die Digital Products Group vertreibt. Die europäische Hauptverwaltung, unter anderem für Computersysteme von Toshiba, sitzt in Neuss. Zu den führenden Hardware-Herstellern gehört IBM im Bundesstaat New York. Der Konzernumsatz des IT-Unternehmens betrug 2010 fast 100 Milliarden US-Dollar. Rund 20.000 Mitarbeiter sind alle in Deutschland für IBM tätig. Die deutsche Konzernzentrale befindet sich seit 2009 im baden-württembergischen Ehningen im Landkreis Böblingen.

Eine Reihe von Hardware-Herstellern kommen aus Taiwan. Neben dem Marktführer Acer aus Taipeh, die Unternehmen BenQ, Gigabyte, MSI oder Asus. Der expandierende Computerhardwarehersteller Asus aus Taipeh fertigt unter anderem seine Produkte in China und Shanghai. Zu den Asus-Produkten gehören Mainboards, Notebooks, Server, Monitore oder PC-Gehäuse. Asus gehört zu den zwei führenden Herstellern von Mainboards. Zu den deutschen Informationstechnik-Unternehmen gehört der Essener Konzern Medion, der im Jahr 2010 einen Konzernumsatz von rund 1,6 Milliarden Euro erwirtschaftete. Medion bedient mit seinen Produkten vor allem große deutsche Handelsketten wie Media Markt, Aldi oder Tchibo. Unter anderem werden über die Handelsketten PCs und Notebooks verkauft. Medion ist der größte eigenständige Hersteller aus Deutschland im Hardware-Bereich. Der zweitgrößte Computerhersteller in Deutschland ist Wortmann aus Schnathorst in NRW. Die Produkte wie PCs werden unter der Marke Terra vertrieben.