Programmierwerkzeuge

Programmierwerkzeuge sind Softwares für spezielle Programmierungssysteme. Man kann generell die Programmierwerkzeuge nach ihrer Funktion und dem Softwaresystem unterscheiden. Spezielle Programmierwerkzeuge gibt es vor allem für die Open-Source-Softwares, die unter anderem von IBM und Sun auf dem Markt sind. Open-Source-Softwares sind in Europa ein Milliardengeschäft geworden und stellen einen öffentlichen Quellcode zur Verfügung, den Programmierer weiterentwickeln können. Die bekannteste freie Softwarelizenz ist Linux. Linux gibt es seit den 1990er Jahren als ein sogenannter Betriebssystemkern, d.h., das auf diesem Linux-Kern bestimmte Bestandteile von Betriebssystemen basieren. Diesen Kern auf Basis von Linux findet man in vielen Betriebssystemen. Linux wird weltweit ständig weiterentwickelt und findet sich zum Beispiel auf Servern wieder, da es kompatibel mit UNIX-Systemen ist. Linux findet man heute ebenso auf Großrechner wie in Smartphones. Eine Linux-Distribution war Grundlage des Betriebssystems Android, das Google-Smartphones den Durchbruch verschaffte. Die Software für Linux bei Android ist quelloffen und somit eine freie Software, die sich ständig weiterentwickelt. Für Linux und andere freie Lizenzsoftwares gibt es im Internet viele Programmierwerkzeuge. Ebenfalls findet man freie Softwares für Smartphones auf Basis von Android oder Windows 7. Microsoft bietet zum Beispiel über die Silverlight-Sprache oder die XNA-Technologie Entwicklungstools an. Die Entwicklungswerkzeuge sind u.a. bei Windows 7 kostenlos. Viele der Entwicklungswerkzeuge, die über das Internet angeboten werden, sind als kostenlose Downloads oder gegen geringe Entgelte erhältlich.

Programmierwerkzeuge für die einzelnen Softwares kann man generell nach bestimmten Funktionen untergliedern. Den Quelltext freier Softwares kann man mit Texteditoren verändern. Texteditoren als Programmierwerkzeuge verfügen über zahlreiche Features, die unter anderem über integrierte Programme einen schnelleren Zugriff gewährleisten oder die Übersichtlichkeit des Quelltextes erhöhen. Mit Texteditoren kann man zum Beispiel den Zeichensatz und andere Parameter verändern. Zu den wichtigen Werkzeugen bei den Entwicklungen der Programmiersprachen gehören Softwares, die die Quelltexte in Maschinensprachen umwandeln. Hierzu werden Compiler und Assembler als Systemprogramme angeboten. Zum Diagnostizieren von Programmfehlern gibt es Debugger. Die Fehlersuche mit Debugger kann sich auf die Software oder die integrierte Hardware beziehen. Es gibt vor allem für die Softwarefehlersuche viele Programme, unter anderem für Java-Programme, Microsoft-Plattformen oder für Linux-Distributionen. Programmierwerkzeuge gibt es für grafische Benutzeroberflächenentwicklungen, unter anderem für Linux-Systeme. Man spricht auch von GUI-Editoren in Anlehnung an den englischen Fachbegriff Graphical User Interface. Entwicklungssoftwares, die zentrale Entwicklungskomponenten wie Texteditor, GUI-Editor oder Debugger beinhalten, werden IDEs genannt. IDE steht für Integrated Development Environment oder zu dt. integrierte Entwicklungsumgebung. Im Internet findet man zu den Programmierwerkzeugen zahlreiche Informationsseiten wie Foren oder auch Literatur.