Hacking

Das Hacking von Computersystemen ist weltweit verbreitet und sorgt im wieder in der Öffentlichkeit für Unruhe. Es gibt verschiedene Begriffe, die teils umstritten sind und teils auch in der Öffentlichkeit synonym verwendet werden. Unter Hackern versteht man Personen, die Computer-Enthusiasten sind und hochkarätiges computertechnisches Wissen haben. Viele Hacker gehen in Systeme, um diese zu erkunden und zu verstehen. Auch kann die Intention der Hacker sein, Sicherheitslücken herauszufinden und zu beseitigen, bzw. diese Sicherheitslücken einer interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. In der Kacker-Kultur können sich einzelne Personen einen Namen in der Szene machen. Unproblematisch ist das Hacking in Systemen, die einen Zugang für die Personen bieten, um zum Beispiel das System aus sicherheitsrelevanten Gründen zu verbessern. Solches positive Hacking kann zum Beispiel helfen das Internet zu verbessern. Der Oberbegriff Hacking ist also nicht generell negativ besetzt, schon lange nicht in der Subkultur. Hacker, die im Auftrag von Firmen nach Systemsicherheitslücken suchen, nennt man unromantisch Penetration Tester oder auch IT-Security-Consultants. Penetration-Testing wird in der IT-Technologie immer wichtiger und die Experten werden sehr gut bezahlt für ihr ausgewöhnliches computertechnisches Knowhow. Von großen Unternehmen werden meistens ganze Gruppen von Penetration Tester angehört, die zwar sehr teuer sind, aber sich langfristig für die Firmen rentieren. Es gibt zum Beispiel die sogenannten Black-Hat-Events in den USA, wo sich Sicherheitsfachleute treffen und austauschen.

Neben dem Hacker gibt es den Cracker. Cracker versuchen in fremde Computersysteme zu gelangen und dort Schäden anzurichten. Beim Cracking können Systeme, Programme oder Daten zerstört werden und es können Schäden in Millionenhöhe entstehen. Diese Art der Computerkriminalität ist ein weltweites Phänomen. Die Intentionen der Cracker sind dabei meist undurchsichtig. In den letzten Jahren gab es auch zahlreiche Computerschäden durch sogenannte Script-Kiddies. Das sind Kinder oder Jugendliche, die mit bekannten Skripts versuchen andere Systeme durch Viren, Trojaner oder Würmer zu schädigen, ohne das ein kommerzieller Hintergedanke vorherrscht. Es handelt sich bei den Attacken der Skript-Kiddies um eine neue Form des Vandalismus, den man bei Jugendlichen auch in anderen Formen kennt. Die Beweggründe, einen solchen Internet-Vandalismus zu betreiben, müssen sehr individuell bei den Kids untersucht werden. Die meisten Skript-Kiddies sind jugendliche Männer. Gerade Anfang des neuen Jahrtausends sind Angriffe auf große Server wie dem CNN-Server erfolgt und haben Milliarden-Dollar-Schäden verursacht. Einer der damaligen Täter war ein kanadischer Junge im Alter von 15 Jahren, der offensichtlich auch Komplizen hatte. Nicht zuletzt durch die Hacker und Cracker hat sich in den letzten Jahren eine florierende Internet-Sicherheitsbranche aufgebaut.

Anti-Viren-Programme und andere Sicherheitssoftwares gehören heute auf den meisten PCs zum Standard. Viele Länder haben in den letzten Jahren ihre rechtlichen Rahmenbedingungen gegen Computerkriminalität ausgeweitet. Diese rechtlichen Rahmenbedingungen sind aber teils in Expertenkreisen umstritten. In Deutschland fordert zum Beispiel der Hightech-Verband BITKOM eine bessere Ausstattung der Polizei und der Staatsanwaltschaft, um die Computerkriminalität, die immer professioneller in den letzten Jahren wurde, zu verbessern. Seit dem Jahr 2007 steht der Verein Deutschland sicher im Netz e.V. unter der Schirmherrschaft des Bundesinnenministeriums und kommuniziert viele Informationen für Interessierte. Unter anderem gibt es Informationen zum deutschen Kinderschutzprogramm mit renommierten Partnern.