Funk

Es gibt verschiedene Technologien über Funkverbindungen ins Internet zu kommen. Jede Funktechnologie hat ihre Vor- und Nachteile, vor allem in Bezug auf die Reichweiten und Datenübertragungskapazitäten. Welche Technologie bestimmend ist, ist letztendlich auch eine Frage der Telekommunikationskonzerne und ihrer vorhandenen technischen Infrastrukturen. Unternehmen wie die Telekom setzen auf den Ausbau des UMTS-Netzes mit dem Übertragungsverfahren HSDPA (High Speed Downlink Packet Access). Mit dem Verfahren erreicht man Datenübertragungsraten bis zu 7,2 Megabit in der Sekunde. Die hohen Übertragungsraten sind in der Regel in den größeren Städten möglich. Mit UMTS können die großen Telekommunikationsunternehmen einen Großteil der Nutzer abdecken. Neben HSDPA als Datenturbo gibt es EDGE. Die Enhanced Data Rates for GSM Evolution ist eine Technik, die höhere Datenübertragungsraten auf Basis der klassischen GMS-Technik erlaubt. Das GMS-Netz in Deutschland ist flächendeckend ausgebaut. GSM ist allerdings nicht so leistungsfähig wie UMTS und die Datenübertragungsraten mit General Packet Radio Service (GPRS) liegen weit unter dem, was UMTS leisten kann. EDGE kommt überall dort zum Einsatz, wo UMTS nicht funktioniert, dies betrifft vor allem den ländlichen Raum. Jeder Telekommunikationsanbieter hat seine eigene Strategie, wie man den Kunden leistungsfähige Funknetze zur Verfügung stellen kann und gleichzeitig betriebswirtschaftlichen Gewinn generiert. Auf dem Markt gibt es immer mehr Handys, die sowohl HSDPA als auch EDGE beherrschen, so dass man überall schnelle Datenübertragungsraten hat.

Grundsätzlich gibt es neben großen flächendeckenden Funknetzen auch lokale Funknetze, die man für Internetverbindungen nutzen kann. WLAN (Wireless Local Area Network) ist die verbreitete Form des lokalen Funknetzes, das es ermöglicht kabellos zu Hause zu kommunizieren. WLAN eignet sich nicht nur für zu Hause, sondern auch im Freien, sofern es einen sogenannten Hot-Spot gibt. Es gibt in Deutschland eine sehr gute Versorgung mit ausgewiesenen Hot-Spots, vor allem in den Städten. Nutzt man den Hot-Spot, so muss man eventuell mit Gebühren rechnen, weshalb man die Geschäftsbedingungen der Anbieter kennen sollte. Verlässt man das Empfangsgebiet des Hot-Spots, so kann UMTS oder EDGE für schnelle Datenübertragungen verwendet werden. Vergleichbar sind die Funktechnologien mit Radiosendern: Hat man keinen optimalen Empfang mehr, sucht man sich eine neue Frequenz. Moderne Handys oder Laptops können über eine spezielle Software automatisch erkennen, welche die optimale Funkverbindung ist. Generell sollte man sich über die Sicherheitsaspekte bei Datenübertragungen in Funknetzen informieren. Es gibt heute eine Reihe von Programmen, die zumindest das Abhören von Funkverbindungen erschweren. WLAN ist eine der anfälligsten Funktechnologien in Bezug auf die Abhörsicherheit.