Portale

Im deutschen Internetmarkt dominieren bei den massenpopulären Portalen vor allem die Onlineseiten der großen deutschen Medienkonzerne. Zu den meistbesuchten Internetseiten, die sich den Themen Computer, Internet und Telekommunikationstechnik in populärer Weise redaktionell widmen, gehören unter anderem die Onlineportale der Computerzeitschriften wie Chip Online oder ComputerBild. Damit sind Medienkonzerne wie Hubert Burda Medien oder der Axel Springer Verlag hervorragend im Computerzeitschriftenmarkt und Internetmarkt positioniert. Grundsätzlich sind viele große Portale von Verlagshäusern abhängig, die nach anfänglichem Zögern mit ihren Konzernen das Internet erobert haben. Besonderen Wert legt man heute in den Internetportalen auf einen hohen Interaktionswert zwischen Redaktion und Usern. Die meisten Neukunden, zum Beispiel bei Computermagazinen, werden heute über das Internet gewonnen, wo nur noch betriebswirtschaftlich tragbare Portale eine Chance haben. Die Zeit der vielen kleineren Portalen, die sich redaktionell breit mit Computerthemen aufgestellt haben, ist lange vorbei. Eine Chance haben vor allem Webseiten, die sich mit spezifischen Computerthemen auseinandersetzen und eine klare Zielgruppenansprache haben. Insbesondere Computerspielportale und Portale, die sich mit dem Thema Internet und Webanwendungen auseinandersetzen, sind in den letzten Jahren zunehmend im Internet zu finden. Insgesamt hat sich die Informationsqualität bei vielen Portalen durch interaktive Angebote verbessert. Gut im Rennen liegen auch Verbraucherinformationsportale wie die Seiten der Stiftung Warentest, die eine der neutralen Kompetenzinstanzen bei Produktvergleichen ist.

Insgesamt erscheint das Internet auf dem ersten Blick recht unübersichtlich, was die Vielzahl der Einträge an Informationsportalen im Gesamtkontext Computer und Technik angeht. Schaut man den Markt genauer an, so ist er vor allem bei massenpopulären Portalen doch sehr übersichtlich. Wie im Telekommunikationsgeschäft mit den vier Netzbetreibern auch, gibt es im Internet nur sehr wenige große Informationsanbieter, die sich an viele Zielgruppen wenden. Viele populäre Computerportale versuchen heute ihren Lesern verständliche Informationen zu bieten, was nicht immer leicht ist, da das Internet eine eigene Sprache entwickelt hat, die mit Schulenglisch nur bedingt etwas zutun hat. Vielmehr ist es oft eine esoterische “Kürzelsprache”, die vor allem Einsteigern zu schaffen macht. Gerade Menschen, die wenig Erfahrung mit Hardware, Software und dem Internet haben, sind aber eine sehr interessante Zielgruppe für die Verlage. Viele User wenden sich an Internetforen mit der Hoffnung auf konkrete Antworten auch ihre Fragen. Internetforen auf den Computerportalen boomen bis heute, da ein Großteil der Internetnutzer nur Vermutungen über die verwendete Technik hegen und Produktinformationen, zum Beispiel über populäre Programme wie Windows umfangreicher sind, als z.B. das deutsche Steuerrecht, das zu den umfangreichsten und unverständlichsten Regelwerken der Welt zählt.

Hilfen und Einführungen in Themen der Computertechnik findet man heute im Internet zahlreich. Hilfreich sind zum Beispiel die FAQs, die viele Portalbetreiber bieten. Wer tiefer in eine Computerweltmaterie vorstoßen will, findet im Buchhandel jede Menge Literatur, die man in Ruhe studieren kann. Wer schnelle Informationen sucht, um praktische Antworten zu bekommen, ist in der Regel in den großen Computerportalen richtig aufgehoben. Verstehen muss man die meisten Dinge nur systemisch und praktisch und nicht unbedingt anwendungsspezifisch in allen Facetten, da der Computermarkt der Handelsmarkt in der Weltgeschichte ist, der sich am schnellsten verändert. Selbst Computerexperten kommen oft mit den Entwicklungen nicht mehr mit, was aber auch nicht wirklich tragische Auswirkungen hat.